+
Seit Monaten hält der Agung mit seiner erhöhten Aktivität die Menschen auf Bali mit kleineren und mittleren Eruptionen in Atem. Foto: Firdia Lisnawati/AP

Vulkan Agung sorgt für Chaos

Aschesäule auf Bali: Flughäfen sind geschlossen

Wieder sorgt der Vulkan Agung für Chaos bei Zehntausenden Urlaubern. Aschewolken behindern den Flugverkehr, viele Urlauber müssen sich auf Reiseverzögerungen einstellen.

Jakarta (dpa) - Der Asche spuckende Vulkan Agung hat auf Indonesiens Urlaubsinsel Bali den Flugverkehr vorübergehend lahmgelegt.

Aus Sicherheitsgründen schlossen die Behörden in der Nacht auf Freitag den internationalen Flughafen in der Inselhauptstadt Denpasar sowie zwei weitere nahegelegene Flugplätze, wie ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) nahm der Flughafen in Denpasar etwas früher als angekündigt den Betrieb wieder auf, die anderen sollen am frühen Abend folgen.

Ursprünglich waren am Freitag 446 geplante Flüge und damit Zehntausende Fluggäste betroffen, darunter auch mehr als 200 internationale Ankünfte und Abflüge. Schon am Donnerstag fielen für 8000 Passagiere die Flüge aus.

Der Vulkan Agung im Osten der Insel ist seit Monaten aktiv. Seit Mittwoch steigen aus dem gut 3000 Meter hohen Berg Aschewolken bis zu 2,5 Kilometer in den Himmel, wie Behördensprecher Sutopo Purwo Nugroho weiter sagte. "Sicherheit bleibt der Hauptgrund für die Entscheidung, die Flughäfen zu schließen", betonte er. Die Alarmstufe beließen die Behörden aber auf dem zweithöchsten Niveau. Das Gebiet im Umkreis von vier Kilometern rund um den Vulkan gilt als Gefahrenzone.

Seit Monaten hält der Agung mit seiner erhöhten Aktivität die Menschen auf Bali mit kleineren und mittleren Eruptionen in Atem, die befürchtete Katastrophe blieb bislang jedoch aus. Die letzten tödlichen Eruptionen des Agung hatten sich 1963 und 1964 ereignet, damals kamen etwa 1200 Menschen ums Leben. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, an der verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander treffen. Dort kommt es besonders oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Allein in Indonesien gibt es mehr als 120 aktive Vulkane.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Flughafen: Zoll macht krassen Fund aus dem Darknet in Musikbox
Das Hauptzollamt des Flughafens hat sich eine Lautsprecherbox genauer angesehen.
Flughafen: Zoll macht krassen Fund aus dem Darknet in Musikbox
Zwei Deutsche tot auf Mallorca entdeckt - Polizei hat traurigen Verdacht
Auf der beliebten spanischen Urlaubsinsel Mallorca sind die Leichen zweier Deutscher aufgefunden worden. Offenbar waren beide schon längere Zeit tot. Die Polizei steht …
Zwei Deutsche tot auf Mallorca entdeckt - Polizei hat traurigen Verdacht
Anschlag auf Hotel in Nairobi: Lage ist angeblich unter Kontrolle
Angreifer haben in Nairobi, Kenia, mutmaßlich einen Terroranschlag auf einen Hotelkomplex verübt. Auch ein Selbstmordattentäter war beteiligt.
Anschlag auf Hotel in Nairobi: Lage ist angeblich unter Kontrolle
Entführer gesteht die Tat: Mädchen aus USA lebend aufgefunden - Sie sah ihre Eltern sterben
Drei Monate galt Jayme als vermisst, dann tauchte das Mädchen lebend wieder auf. Ihr Entführer hat nun gestanden - auch den grausamen Mord an ihren Eltern.
Entführer gesteht die Tat: Mädchen aus USA lebend aufgefunden - Sie sah ihre Eltern sterben

Kommentare