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Asteroid „Apophis“ ändert seine Flugbahn - NASA gibt Prognose ab, wann er einschlagen könnte

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Er hatte seine Flugbahn geändert: Der Asteroid Apophis drohte schon in wenigen Jahren, auf der Erde einzuschlagen. So wahrscheinlich ist dieses Szenario.

München - Ob „Deep Impact“ oder „Armageddon“ - in den Neunzigern waren Hollywood-Katastrophenfilme mit Asteroiden als Bösewicht in Mode. Das Schreckensszenario war stets das gleiche: Ein Felsbrocken aus dem Weltall droht, die Menschheit mit einem gewaltigen Einschlag auszulöschen. Auch in der Realität besteht diese Möglichkeit: Beim Asteroiden „Apophis“ schien die Gefahr zunächst gebannt - doch er änderte plötzlich seine Flugbahn.

Laut Forschern der Universität Hawaii war eine Kollision des nach dem ägyptischen Gott des Chaos benannten Asteroiden und der Erde deswegen nicht mehr ausgeschlossen. Entdeckt wurde Apophis bereits 2004. „Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Asteroid von seinem rein gravitativen Orbit wegdriftet“, erklärte der US-Astronom Dave Tholen, der zu dem Team aus Wissenschaftlern gehört, die Apophis aufspürten.

Jarkowski-Effekt ist schuld: Deswegen hat der Asteroid Apophis seine Flugbahn geändert

Doch wieso hatte der Asteroid seine Flugbahn geändert und könnte nun zur tödlichen Gefahr werden? Schuld ist der sogenannte „Jarkowski-Effekt“. Weil er ungleichmäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, erhitzt sich eine Seite des Himmelskörpers mehr als die andere. Jährlich soll es deswegen zu einer Kursabweichung von 170 Metern kommen.

Bereits in acht Jahren wird sich Apophis zum ersten Mal der Erde nähern: Genauer gesagt am 13. April 2029. An diesem Datum besteht laut den Forschern keine Gefahr für unseren Planeten, auch wenn der Asteroid mit sagenhaften 25.000 Kilometern pro Stunde in seiner Bahn um die Sonne unterwegs ist.

„Apophis“ kommt zweimal in Erdnähe - was passiert 2029 und 2068?

Anders sah es dann für das Jahr 2068 auf: Für dieses Jahr bestand die Möglichkeit eines Einschlags des Himmelkörpers mit dem Durchmesser von 370 Metern. Die Schäden wären katastrophal, und in etwa mit 18 der größten Atombomben gleichzeitig zu vergleichen. 900 Megatonnen Energie würden freigesetzt.

Doch auch für dieses Jahr gab es einige Monate später Entwarnung, wenn man der NASA glauben darf: Aufgrund neuer Beobachtungen gab die US-amerikanische Weltraumbehörde bekannt, dass innerhalb der nächsten hundert Jahre kein Risiko von Apophis ausgeht. Dies gab die Behörde im März 2021 bekannt.

Dass es irgendwann passiert, ob bei Apophis oder einem anderen Asteroiden, scheint unabwendbar. Der Forscher Alan Harris sprach Anfang des Jahres von einer 100-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass ein Asteroid mit der Erde kollidieren könnte.

Es ist zu hoffen, dass die Menschheit dann einen besseren Plan hat als in „Armageddon“. Bruce Willis ins All zu schicken, dort bohren zu lassen und den Brocken in letzter Sekunde zu sprengen, funktioniert wohl leider nur in Hollywood. (cg)

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