Man blickt aus dem Weltraum auf die Erde. Im unteren Teil des Bildes fliegt ein Asteroid vorbei.
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Was können wir tun, wenn ein Killer-Asteroid Kurs auf die Erde nimmt? (Symbolbild)

Gefahr aus dem All wird gebannt

China will Riesen-Asteroiden mit Raketen abwehren

  • VonClara Marie Tietze
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Das China National Space Science Center will mit über 20 Raketen prüfen, ob man Asteroiden von ihrer Laufbahn abbringen kann - und ist damit nicht allein.

Peking – Erst Anfang des Jahres war ein Asteroid der Erde wieder so nah gekommen, dass er von der europäischen und der amerikanischen Weltraumbehörde als „möglicherweise gefährlicher Asteroid“ eingestuft wurde. Das chinesische Space Science Center will dieser Gefahr für unseren Planeten nun durch neuste Forschung Einhalt gebieten. Aber nicht nur in Asien, auch in Amerika werden zu diesem Thema intensive Studien angestellt.

Auch die NASA will zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 ein Roboter-Raumschiff ins All schicken, am kleineren von zwei erdnahen Asteroiden anzudocken. Hierbei soll festgestellt werden, wie sehr das Raumschiff die Laufbahn des Himmelskörpers beeinflusst. Sobald ein Himmelskörper mehr als einen Kilometer Durchmesser hat, ist laut NASA anzunehmen, dass der Aufprall dieses Weltraumgeschosses globale Konsequenzen haben wird. Bei kleineren Asteroiden wird lediglich von regionalen und kontinentalen Schäden ausgegangen.

China im Weltraumfieber: Computersimulationen sollen helfen

Gerade für Ereignisse, in denen ein Aufprall des Asteroiden auf der Erde als wahrscheinlich gilt, könnte solch eine Technologie wie aus China oder Amerika eine brenzliche Situation entschärfen. Die Forscher des China National Space Science Centers haben eben diesen Fall bereits am Computer simuliert und festgestellt, dass man den Kurs des Asteroiden mit dem Entsenden von 23 chinesischen Long-March-5-Raketen wahrscheinlich um das 1,4-fache des Erdradius verschieben kann.

Es gibt auch die Möglichkeit Asteroiden einer solchen Größenordnung zu sprengen - das sei laut Forschern aber weitaus gefährlicher als ein solches Ablenkungsmanöver. Da nach einer Sprengung immer noch kleinere und größere Teile des Asteroiden den Kurs halten würden, wäre die Gefahr eines Einschlags auf der Erde damit also nicht restlos gebannt.

Einschlag eines Killer-Asteroiden wahrscheinlich?

Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 100 Jahren ein Himmelskörper mit einem Durchmesser von 100 Metern auf die Erde einschlägt, laut Forschern bei gerade einmal einem Prozent liegt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Einschlag eines noch größeren Asteroiden wäre noch sehr viel unwahrscheinlicher, sagen die Wissenschaftler, diese würden eher an der Erde vorbeifliegen.

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