Astrazeneca soll nun auch für Ältere zugelassen werden.
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Astrazeneca soll nun auch für Ältere zugelassen werden.

Impfkampagne soll beschleunigt werden

Astrazeneca-Wende! StiKo empfiehlt Impfstoff in Deutschland nun auch für Personen über 65

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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Die Ständige Impfkommission will laut einem Medienbericht die Impfung von Astrazeneca auch für Personen über 65 Jahre empfehlen. Ausschlaggebend waren die Ergebnisse zweier neuer Studien.

Berlin - Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Einsatz des Corona*-Impfstoffs Astrazeneca auch für Personen, die 65 Jahre alt oder älter sind. Dass berichtet die FAZ. Dem Bericht zufolge lief die Abstimmungsfrist der im Robert Koch-Institut* angesiedelten Kommission bis zum Donnerstagmittag, im Anschluss würden die Bundesländer und Fachgesellschaften informiert.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Empfehlung der Stiko angenommen wird. Die Corona-Impfverordnung* wird wohl direkt im Anschluss angepasst. Mit der Verimpfung von Astrazeneca an Ältere könnte in der Woche ab dem 8. März begonnen werden.

Ständige Impfkommission will Astrazeneca auch für Ältere zulassen: Impfungen sollen schneller vorankommen

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission hat für das weitere Vorgehen in der deutschen Impfkampagne eine große Bedeutung. Neben dem Impfstoff von Biontech ist Astrazeneca der am meisten verfügbare. Und: Astrazeneca lagert wegen der Skepsis vieler Deutscher häufig ungenutzt in den Kühlschränken der Impfzentren*. Die Verantwortlichen hoffen dem Bericht der FAZ zufolge nun darauf, dass die Impfungen schneller vonstattengehen.

Astrazeneca war bisher in der EU und damit auch in Deutschland für Personen ab dem 18. Lebensjahr zugelassen. Aufgrund von unklarer Datenlage empfahl die Stiko bisher, Personen über 65 Jahren nicht mit Astrazeneca zu impfen. Da nun aber neue Studien vorliegen, könnte diese Empfehlung revidiert werden. Eine Wirksamkeit bei Älteren ist dem Bericht zufolge nun auch belegt. Studien aus Großbritannien und Brüssel hätten zu dieser Erkenntnis geführt.

Video: Neue Studie zeigt: Astrazeneca-Impfstoff bei Älteren doch wirksam

Die Stiko wird wohl zudem auch empfehlen, die Intervalle zwischen der ersten und der zweiten Dosis Astrazeneca so weit wie möglich auszudehnen. So könnten möglichst viele Personen zumindest einen ersten Schutz gegen das Virus erhalten. Mit der zweiten Impfung soll bis zu zwölf Wochen gewartet werden. An der neuen Empfehlung soll die Stiko mit zwei Dutzend Fachleuten zwei Tage lang gearbeitet haben. (fmü) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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