Die 32-jährige Dana O. starb aufgrund einer Hirnblutung - nachdem sie mit Astrazeneca geimpft wurde (Symbolbild)
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Die 32-jährige Dana O. starb aufgrund einer Hirnblutung - nachdem sie mit Astrazeneca geimpft wurde (Symbolbild).

Hirnblutung ausschlaggebend

Bestätigt: Deutsche (32) starb infolge der Corona-Impfung mit Astrazeneca

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Im März starb eine 32-Jährige aus NRW an den Folgen einer Hirnblutung. Der anfängliche Verdacht: Ein Zusammenhang mit der Astrazeneca-Impfung.

Herford/Münster - Seit geraumer Zeit gibt es Indizien, dass der Corona-Impfstoff Astrazeneca für bestimmte Personen unter Umständen zu einer gefährlichen Thrombose führen kann. Diesen Zusammenhang will ein aktueller medizinischer Befund jetzt bestätigen.

Eine 32-jährige Frau aus Herford (Nordrhein-Westfalen) starb im März aufgrund einer Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn. Bereits nach deren Tod deutete sich an, dass ein Zusammenhang mit Astrazeneca besteht. Gewissheit konnte die Obduktion jedoch nicht bringen, so wurde das Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin der Uni Greifswald hinzugezogen. Die weiteren Untersuchungen hatten Spezialisten aus Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Verdacht auf Zusammenhang bestätigt

Das Ergenis ihrer Untersuchungen scheint den Verdacht zu bestätigen, dass der Tod von Dana O.s tödliche Thrombose infolge der Corona-Impfung mit Astrazeneca auftrat. „Die Ergebnisse zeigen, dass eine Immunreaktion auf den Impfstoff Astrazeneca zum Tod der Frau geführt hat“, zitiert Welt.de den abschließenden Bericht der Münsteraner Rechtsmedizin.

Unterdessen befindet sich die EU-Kommission in einem Rechtsstreit mit dem schwedisch-britischen Hersteller Astrazeneca. Es geht um nicht eingehaltene Zusagen im Rahmen der Impfstoff-Lieferung:

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hält unterdessen an dem Impfstoff Astrazeneca für sämtliche Altersgruppen fest. Der Nutzen der Impfung zur Eindämmung der heimtückischen Covid-19-Erkrankung überwiege die wenn auch schwerwiegend so doch seltenen Nebenwirkungen von Astrazeneca.

Astrezeneca und die Nebenwirkungen: Ermittlungen in Frankreich

Unterdessen haben in Frankreich Todesfälle aufgrund von Impfreaktionen wegen Astrazeneca die Justiz auf den Plan gerufen. Das berichtet die AFP. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittele wegen „fahrlässiger Tötung“ in drei Fällen: Unter den Toten sind dem Bericht zufolge zwei Frauen im Alter von 26 und 38 Jahren, die wie die Psychotherapeutin aus Herford kurz nach der Impfung Thrombosen erlitten und daraufhin verstarben.

Dass in seltenen Fällen einer Astrazeneca-Impfung lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten, ist nicht überraschend. Ausschlaggebend für das erhöhte Thrombose-Risiko ist eine immunbedingte Reaktion aufgrund von Antikörper-Bildung. In Frankreich darf das Vakzin aufgrund der Gefahr eines Blutgerinnsels nur noch an Menschen ab 55 Jahren verabreicht werden - in Deutschland liegt die Altersgrenze seit 1. April 2021 bei mindestens 60. Der Wirbel um Astrazeneca wird demzufolge vorerst nicht abnehmen. Dabei hat der Corona-Impfstoff mittlerweile einen neuen Namen, der jedoch weniger geläufig ist. (PF)

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