Coronavirus - Impfung: Astrazeneca: Uniklinik setzt Corona-Impfung für Risikogruppen aus (Symbolfoto).
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Der Impfstoff von Astrazeneca sorgt aktuell erneut für Schlagzeilen (Symbolfoto).

Deutschland reagierte am Dienstag

Astrazeneca-Impfstoff: Kritische Fälle häufen sich auch in Österreich - Doch Republik impft weiter

Obwohl sich die Fälle schwerer Nebenwirkungen nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff auch in Österreich häufen, scheint es bislang keine Überlegungen für eine Einschränkung zu geben.

Wien - Der Astrazeneca-Wirkstoff sorgt aktuell schon wieder für Schlagzeilen, am Dienstag (30. März) wurde das Vakzin kurzfristig nur noch für Menschen über 60 Jahren empfohlen. Obwohl sich aktuell die Fälle schwerer Nebenwirkungen nach einer Impfung mit dem Wirkstoff häufen, scheint eine Einschränkung des Corona-Impfstoffs für Österreich aktuell nicht zur Debatte zu stehen.

Astrazeneca-Impfstoff in der Kritik: Deutschland reagierte am Dienstag - folgt nun Österreich der Empfehlung?

Wie die Leiterin des Impfgremiums Österreich Ursula Wiedermann-Schmidt gegenüber dem Portal ZiB2 erklärte, soll es zunächst keine Änderung der Impf-Empfehlung für das Vakzin von Astrazeneca geben. Wiedermann-Schmidt bestätigte in dem Gespräch jedoch, dass die Astazeneca-Impfung „sehr dramatische, aber sehr seltene Ereignisse“ hervorrufen könnte. Doch wie bereits die EMA Mitte März erklärt hatte, überwiege aktuell der Nutzen der Impfung den seltenen schweren Nebenwirkungen. Wie das österreichische Gesundheitsministerium erklärte, werde die Situation im ständigen internationen Austausch beobachtet.

Die Leiterin des österreichischen Impfgremiums verdeutlicht aus diesem Grund, dass in Zukunft ausgiebig vor den möglichen Risiken gewarnt werden müsse, auch beim Eintreten der typischen Symptome müsse sofort reagiert werden. Wie das österreichische Portal oe24.at berichtet, häufen sich aktuell auch kritische Fälle in der Republik. Demnach soll erst vor kurzem ein 58 Jahre alter Mann nach einer Impfung mit dem Vakzin in Oberösterreich verstorben sein. Ein Zusammenhang wurde in diesem Fall jedoch nicht bestätigt.

Astrazeneca-Impfstoff: Kritische Fälle häufen sich offenbar auch in Österreich

Bereits Anfang März machte der Fall einer verstorbenen Krankenschwester Schlagzeilen, ihre Kollegin erkrankte nach der Impfung schwer. Wie das Portal weiter berichtet, sollen sich nach offiziellen Angaben des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen bislang zehn ernste Fälle in Österreich ereignet haben. Doch das Portal will erfahren haben, dass die Zahl der Personen, die nach einer Astrazeneca-Impfung schwere Nebenwirkungen entwickelt hätten, mittlerweile auf 20 angestiegen sein soll.

In Deutschland lag die Zahl der offiziell gemeldeten schweren Fälle nach einer Impfung mit dem Vakzin etwas höher. Etwa 31 Verdachtsfälle hatten sich in den letzten Wochen ereignet. Mehrere Personen verstarben nach der Impfung. So registrierte NRW in den vergangenen Tagen gleich zwei Todesfälle, in Rostock verstarb eine Klinikmitarbeiterin. Und auch in Bayern wurde ein Todesfall nach einer Astrazeneca-Impfung registriert. Ob tatsächlich ein Zusammenhang zu der Impfung besteht, wurde zunächst nicht bestätigt.

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