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Atomstreit: Bush drängt auf Konsequenzen

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- Wien/Washington - Der Iran hat die Forderungen des Weltsicherheitsrats nach Einstellung seines umstrittenen Atomprogramms offenkundig nicht erfüllt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte in einem Bericht, man habe keine Anzeichen für einen Stopp der Urananreicherung finden können. Das Dokument wurde in Wien kurz vor Ablauf des UN-Ultimatums an Teheran veröffentlicht.

Aus IAEA-Kreisen verlautete, in Zentrifugen sei noch am Dienstag Urangas für die Anreicherung verarbeitet worden. Inspektoren der IAEA hatten an diesem Tag vor Ort Informationen zum iranischen Atomprogramm gesammelt. Sollte Teheran die Urananreicherung nicht wie gefordert - bis zum gestrigen Donnerstag eingestellt haben, drohen Sanktionen.

Aus UN-Diplomatenkreisen verlautete, der Iran habe einem Vorschlag europäischer Staaten über einen letzten Verhandlungsversuch im September zugestimmt. Erst nach diesem Treffen solle über Sanktionen beraten werden. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana will nach Angaben aus Diplomatenkreisen schon bald mit dem Chefunterhändler für das iranische Atomprogramm, Ali Laridschani, zusammentreffen.

US-Präsident George W. Bush kritisierte, der Iran reagiere mit weiteren Verzögerungen auf die Forderung nach Einstellung der Urananreicherung. Diese Haltung müsse Konsequenzen haben: "Wir dürfen dem Iran die Entwicklung von Atomwaffen nicht erlauben." Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigte sich dagegen weiter unnachgiebig. Sein Land werde keine Schikanen oder die Verletzung seiner Rechte akzeptieren, sagte er.

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