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Bei dem Angriff vor dem Louvre wurde ein Soldat leicht verletzt.

Attacke am Louvre

Macheten-Angreifer handelte nicht im Auftrag des IS

Paris - Der Macheten-Angreifer vom Pariser Louvre hat Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückgewiesen.

In einem Verhör gab der 29-jährige Ägypter nach Ermittlerangaben vom Mittwochabend an, aus eigenem Antrieb und ohne einen Auftrag des IS gehandelt zu haben.

Die Behörden sehen aber zumindest eine ideelle Nähe des Mannes zu der Dschihadistenmiliz: "Er zeigt eine gewisse Zustimmung zu den Thesen des IS", verlautete aus Ermittlerkreisen. So habe er nach eigenen Angaben als Reaktion auf die internationalen Luftangriffe in Syrien ein "Symbol Frankreichs" angreifen wollen.

Angreifer attackierte Soldaten mit Machete

Der mit zwei Macheten bewaffnete Angreifer hatte am vergangenen Freitag mehrere Soldaten in einer an das Louvre-Museum angrenzenden Einkaufsgalerie attackiert. Er schrie dabei "Allahu Akbar" (Gott ist groß) und verletzte einen Soldaten leicht, bevor ein anderer Soldat ihn mit Schüssen außer Gefecht setzte.

Im Verhör gab der verletzte Angreifer später an, er habe gar nicht die Soldaten attackieren wollen. Vielmehr habe er mit Farbspraydosen, die bei ihm gefunden wurden, als symbolische Aktion Kunstwerke im Louvre beschädigen wollen. Die Macheten hatte er nach eigenen Angaben nur bei sich, um jene abzuschrecken, die ihn von seinem Vorhaben abhalten wollten - allerdings steht diese Darstellung im Widerspruch zum Ablauf des Angriffs.

Bericht nennt Details über den Macheten-Mann

Laut einem Medienbericht vom Donnerstag besuchte der Ägypter, der Ende Januar mit einem Touristenvisum aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Paris geflogen war, fünf Tage vor der Attacke das Louvre-Museum. Ein Museumsführer habe den Mann wiedererkannt, schrieb die Tageszeitung "Le Parisien". Der Ägypter nahm demnach an einer dreistündigen Museumsführung teil.

"Er schien sehr interessiert an der Führung, insbesondere an der Abteilung für ägyptische Antiquitäten", sagte der Museumsführer der Zeitung. "Er war wirklich einer der Sympathischsten der Gruppe. Er war wirklich unverdächtig."

afp

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