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Polizisten rekonstruieren das Blutbad auf der Ferieninsel

Massaker wird rekonstruiert: Breivik wieder auf Todesinsel

Oslo - Rückkehr in Handschellen: Der Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, ist für eine Polizeiermittlung am Wochenende auf die Ferieninsel Utøya gebracht worden.

Dort hatte er im Juli 69 Menschen ermordet. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, verbrachte Breivik am Vortag insgesamt acht Stunden auf der Insel. Er habe dabei Hand- und Fussfesseln getragen und sei zusätzlich an einer Leine gewesen.

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Ziel der Aktion war die kriminalistische Rekonstruktion des Verbrechens. Breviks Anwalt Geir Lippestad sagte der Zeitung “VG“, sein Mandant habe sich an viele Ereignisse erinnern können. Breivik habe auf der Insel in etwa die gleiche Route genommen, die er auch bei seinem Anschlag benutzt habe. Dabei habe er der Polizei den Tathergang detailliert beschrieben. Das gesamte Verhör sei von den Beamten gefilmt worden und könnte später vor Gericht als Beweismaterial herangezogen werden.

Polizeisprecher Pål Hjort Kraby bestätigte zudem norwegische Medienberichte, wonach Breivik während der Anschläge offenbar mehrmals bei der Polizei anrief. Der Staatsanwalt äußerte sich allerdings nicht über die Reaktion auf die Telefonanrufe.

Während der Polizeiaktion war die Insel hermetisch abgeriegelt. Sechs Polizeiboote sperrten die Insel ab, ein Hubschrauber flog über dem Tatort. Der Täter habe aber bei der Rekonstruierung von Tatdetails gut mit den Ermittlern zusammengearbeitet, sagte Kraby. Er fügte hinzu: “Der Verdächtige zeigte, dass er gefühlsmäßig nicht unberührt blieb von der Rückkehr nach Utöya, Reue aber zeigte er nicht.“

dpa/dapd

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