+
Der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Behring Breivik wird nach seinen Anschlägen mit mindestens 76 Toten in der Haftanstalt Ila bei Sandvika westlich von Oslo festgehalten.

Attentäter in Sieben-Quadratmeter-Zelle

Oslo - Der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Behring Breivik wird nach seinen Anschlägen mit mindestens 76 Toten in der Haftanstalt Ila bei Sandvika westlich von Oslo festgehalten.

Dabei soll er in einer sieben Quadratmeter kleinen Zelle rund um die Uhr überwacht werden, um einen Selbstmord auszuschließen. Die Zeitung “Verdens Gang“ berichtete am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe, dass der 32-Jährige hier die erste Hälfte der vorerst acht Wochen Untersuchungshaft mit fast kompletter Kontaktsperre verbringen muss. Ein Sprecher der Gefängnisaufsicht gab an, dass man die normalerweise vorgesehene Bezirks-Haftanstalt Ringerike wegen der Lage direkt am Tyrifjord ausgeschlossen habe. In dem Fjord liegt die Insel Utøya, auf der Breivik am Freitag mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers für Jugendliche getötet hatte.

Norwegen trauert um die Opfer des Attentats

Norwegen trauert um die Opfer des Attentats

Zuvor starben acht Menschen in Oslo durch eine von ihm im Regierungsviertel platzierte Bombe. Nach den Angaben des Gefängnisdirektors Knut Bjarkeid in “Verdens Gang“ gibt es in Breiviks Zelle nur Bett, Toilette, Stuhl und einen Tisch. Kontakt mit anderen Gefangenem sei in den ersten vier Wochen ausgeschlossen. In dieser Zeit darf der geständige Attentäter ausschließlich mit seinem Anwalt Geir Lippestad und der Polizei sprechen. Außerdem sollen zwei Rechtspsychiater mit einer mehrmonatigen Untersuchung des Inhaftierten auf seinen Geisteszustand beginnen. Breiviks Verteidiger hatte am Dienstag erklärt, dass er seinen Mandanten für geisteskrank halte.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Rom - Angehörige warten verzweifelt auf Nachrichten von den Verschütteten. Doch die Hoffnung, nach dem Lawinenunglück an dem Hotel in den Abruzzen noch Überlebende zu …
Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Auto rast in Melbourne in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Melbourne - Im australischen Melbourne ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge im Hauptgeschäftsviertel gerast. Es gab drei Tote, darunter ein Kind, und 20 Verletzte. 
Auto rast in Melbourne in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos
New York - Als Kontrastprogramm zur Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident will eine New Yorker Bar am Freitag niedliche Tiervideos zeigen.
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos
Mann fährt in Melbourne absichtlich in Menschenmenge
Sydney (dpa) - Ein Mann ist in der australischen Stadt Melbourne mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat drei Menschen getötet. Mindestens 20 weitere …
Mann fährt in Melbourne absichtlich in Menschenmenge

Kommentare