Aufklärung auf Insel Jersey kann lange dauern

London/St. Helier - Das Motiv für die Bluttat mit sechs Toten auf der Kanalinsel Jersey könnte nach Polizeiangaben noch lange ungeklärt bleiben. Bis der tatverdächtige 30-Jährige verhört werden kann, können noch Tage vergehen.

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Bis dahin werde man nicht spekulieren. Auch die Ermittlungen der Spezialisten würden sich wohl noch länger hinziehen. Britische Medien berichteten am Dienstag, der Festgenommene soll der Ehemann einer der getöteten Frauen sowie der Vater von zwei der erstochenen Kinder sein - ein sechs Jahre altes Mädchen und ein 18 Monate alter Jungen. Der Mann soll außerdem seinen Schwiegervater ermordet haben sowie eine Freundin seiner Frau und deren fünf Jahre alte Tochter. Die Polizei bestätigte die Berichte zunächst nicht.

Die sechs Toten, die alle aus Polen stammten, waren am Sonntagnachmittag in einer Wohnung in der Inselhauptstadt St. Helier gefunden worden. Der ebenfalls polnische Täter hatte schwere Stichverletzungen und liegt nach wie vor im Krankenhaus.

Der Mann soll laut den Medienberichten Selbstmordgedanken gehabt haben, weil seine Ehe auseinandergebrochen sei. Bei einem Gedenkgottesdienst in St. Helier sagten Freunde des 30-Jährigen, er sei ein “sehr guter Vater“ gewesen. Man habe die Kinder oft spielen sehen, erklärten Nachbarn. Die Familie sei beliebt gewesen.

dpa

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