15 Aufständische bei NATO-Einsatz getötet

Kabul - Bei einem NATO-Einsatz in Südafghanistan sind am Montag 15 Aufständische getötet worden.

Die Allianz erklärte in Kabul, der Einsatz afghanischer und internationaler Soldaten habe sich gegen einen ranghohen Taliban-Führer in der Provinz Helmand gerichtet. Ein örtlicher Behördenvertreter hatte zuvor von bis zu 25 Todesopfern berichtet. Die Soldaten seien bei ihrer Ankunft von Aufständischen unter Feuer genommen worden, erklärte die NATO in einer Stellungnahme. Die Soldaten hätten zurückgeschossen und dabei vier Angreifer getötet. In der Umgebung entdeckten die Soldaten der NATO zufolge eine Bombenwerkstatt und ein Waffenlager. Dann näherten sich elf bewaffnete Männer auf Motorrädern und in drei Fahrzeugen mit hoher Geschwindigkeit den Soldaten.

Die Soldaten gingen nach NATO-Angaben von einer Bedrohung aus und töteten die Männer. Sie forderten danach Luftunterstützung an und ließen die Gebäude zerstören. Zuvor hatte der Vorsitzende des Provinzrats in Helmand, Fasal Bari, erklärt, örtliche Behördenvertreter hätten ihm von 25 Todesopfern berichtet. Unter den Toten waren seinen Angaben zufolge vier Taliban-Kommandeure. Der Augenzeuge Salah Ajap sagte, ausländische Soldaten seien um 02.00 Uhr morgens in das Dorf Maigan gekommen.

Vor dem Luftangriff seien Schüsse zu hören gewesen. Ajap erklärte, bei dem Luftangriff sei auch eine Moschee fast vollständig zerstört worden. Dorfbewohner suchten in den Trümmern nach Leichen. Mehrere Zivilisten wurden nach Angaben des Augenzeugen verletzt, unter den Toten sei ein zehnjähriges Kind. Die NATO erklärte, es lägen keine Informationen über Zivilisten unter den Opfern vor. Auch eine Moschee sei nicht beschädigt worden.

NATO-Soldat bei Anschlag getötet

Bei einem Anschlag mutmaßlicher Taliban-Kämpfer im Osten Afghanistans kam ein Soldat der internationalen Schutztruppe ISAF ums Leben. Das teilte die NATO am Montag mit. Einzelheiten wie der Ort des Anschlags vom Sonntag oder die Nationalität des Opfers waren zunächst nicht bekannt. Seit Anfang des Monats wurden damit bereits 50 NATO-Soldaten in Afghanistan getötet.

In Nordafghanistan sprengte sich unterdessen ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto in die Luft. Ein Sprecher der Provinzregierung in Baghlan erklärte, bei dem Anschlag in Pul-e-Chumri sei der Attentäter getötet worden. Weitere Opfer habe es nicht gegeben. Ziel des Anschlags sei offenbar ein Militärkonvoi der ausländischen Truppen gewesen.

dapd

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