Starkregen, Hagel und Sturm

Bittere Wetter-Prognose für August - Gewitter-Warnungen des DWD

  • Veronika Silberg
    VonVeronika Silberg
    schließen

Auch nach den heftigen Unwettern bleibt das Gewitter-Potenzial in Deutschland hoch. Die übliche Hitzephase Anfang August scheint auszubleiben.

München - „Sind die Hundstage heiß, bleibt‘s im Winter lange weiß“ - so will es eine alte Bauernregel. Zwar sind die Hundstage per se kein meteorologisches Phänomen. Im üblichen Zeitraum zwischen dem 23. Juli und dem 23. August wird es in der Regel aber jedes Jahr besonders warm oder sogar heiß in Deutschland. 2020 gab es hier tropische Nächte und bis zu 38 Grad. Davon sind wir aktuell weit entfernt.

Doch das Jahr 2021 wäre nicht das Jahr 2021, wenn nicht alles ein wenig anders laufen würde als gedacht. Zwar rechnet der Deutsche Wetterdienst nach den heftigen Unwettern der vergangenen Wochen mit weniger extremen Wetterbedingungen, kalt und nass könnte es im August aber trotzdem werden.

Kälteschock im August: DWD warnt vor Gewittern im Norden und Süden - Sommer bleibt kalt

Selbst die 30-Grad-Marke werde bis 10. August kaum noch erreicht werden, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Anfang August sinken die Höchstwerte sogar unter die 25, teilweise unter die 20 Grad. Nachts erreichen wir Werte um oder gar unter 10 Grad. Da könnte man fast schon die Heizung in Betrieb nehmen“, befürchtet der Experte.

Auch das Gewitter-Potenzial bleibt vorerst hoch. Tief Dirk wirble das Wetter in Deutschland durcheinander, schreibt der DWD am Montag auf Twitter. Vor allem im Norden und Nordosten sowie Teilen des Südens bestehe erneut erhöhtes Unwetterpotential durch heftigen Starkregen. 20-40 l/m2 Niederschlag könnte es pro Stunde geben. Lediglich im Nordosten kommt gebietsweise noch mehr Wasser vom Himmel. Auch Hagel und Sturmböen sind möglich.

Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm stören weiterhin das Sommer-Wetter in Deutschland.

Dieser Trend hält sich und nimmt Ende der Woche noch einmal zu. Hier werden besonders im Norden und Süden zahlreiche Schauer und Gewitter erwartet. Die Höchstwerte bleiben laut DWD bei 21 bis 25 Grad. Für die Hundstage sieht es in Deutschland also aktuell schlecht aus. Im Süden Europas gehen die Wetter-Extreme unterdessen derweil in die andere Richtungen. In Sardinien kam es am Wochenende zu heftigen Waldbränden. (vs)

Rubriklistenbild: © Tobias Hartl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare