Ausbruch aus Knast durch Decke misslingt

Hannover/Stade - Zwei Häftlinge haben übers verlängerte Wochenende versucht, einen Ausbruchsplan in die Tat umzusetzen - und sind gescheitert.

Der neue Betonfussboden in der JVA Stade war für zwei Häftlinge zu hart: Die beiden Untersuchungsgefangenen scheiterten daran bei einem Ausbruchsversuch, wie das niedersächsische Justizministerium am Mittwoch in Hannover mitteilte.

Die Männer hatten das lange Wochenende genutzt, um ein Loch in die Decke ihrer Zelle zu schlagen. So wollten sie in den darüber liegenden Schwurgerichtssaal des Landgerichts Stade gelangen. Mit einem abgebrochenen Tischbein, dem Riegel eines Holzschrankes und ihrem Essbesteck gelang es den beiden Männern zwar, einige Steine aus der Decke herauszubrechen. Am neuen Betonfußboden des Gerichtssaales, der mit Eisen verstärkt worden war, scheiterten sie dann aber.

Auch ein zweiter Versuch, durch die Außenwand zu gelangen, misslang. Bedienstete der JVA hörten ungewöhnliche Geräusche aus der Zelle und machten dem Treiben ein Ende. Die 25 und 46 Jahre alten Häftlinge wurden getrennt in andere Gefängnisse verlegt.

dpa

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