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Ausbruch des Vulkans von Colima

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- Mexico City - Einen Tag nach dem Mount St. Helens in den USA und dem Popocatepetl ist auch der Vulkan von Colima in Mexiko aktiv geworden. Nach seinem Ausbruch wurde die Bevölkerung in der Umgebung des Berges vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet. Der Vulkan von Colima liegt etwa 600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt. Die Regierung des Staates Colima habe ihr Zivilschutzsystem für den Ernstfall aktiviert, berichtete am Freitag die Tageszeitung "Reforma". Die Menschen wurden aufgefordert, wichtige Dokumente bereit zu halten.

Der rund 3800 Meter hohe Vulkan war am Donnerstag zwei Mal ausgebrochen und hatte eine rund 2000 Meter hohe Aschewolke ausgestoßen, die über der Stadt Guzman und einigen Ortschaften in der Nähe niederging. Nach Angaben des Chefs des Zivilschutzes im Staate Colima, Luis Salazar Saborio, war dies der heftigste Ausbruch seit 1999. Das Gebiet um den Krater wurde in einem Umkreis von 6,5 Kilometer gesperrt. An mehreren Seiten seien bis zu drei Kilometer lange Lavaströme gesehen worden, sagte Salazar. Insgesamt sei dies aber noch im Bereich der normalen Aktivität des Vulkans.

Ein Zusammenhang zwischen den drei aktiv gewordenen Vulkanen auf dem amerikanischen Kontinent ist nach Expertenansicht unwahrscheinlich. "Es ist schwer vorstellbar, dass ein aktiver Vulkan im Norden der USA einen Vulkanausbruch in Mexiko auslösen sollte", sagte der Geologe Heiko Woith vom Geo-Forschungs-Zentrum Potsdam am Freitag in einem dpa-Gespräch. Der Mount St. Helens habe zudem nur etwas Dampf abgelassen und sei sehr weit entfernt von Mexiko.

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