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Ein Mann liest eine Lokalzeitung, deren Schlagzeile lautet "Wir haben 7 ausländische Geiseln getötet"

Sieben ausländische Geiseln in Nigeria getötet

Nigeria - Islamische Extremisten in Nigeria haben offenbar alle sieben Geiseln getötet, die Mitte Februar von einer Baustelle entführt worden waren. Als Grund für die Tat nannten sie Vergeltung.

Islamische Extremisten in Nigeria haben nach Angaben der italienischen und der britischen Regierung alle sieben Geiseln getötet, die Mitte Februar von einer Baustelle entführt worden waren. Das italienische Außenministerium sprach am Sonntag von einem „schändlichen Terrorakt“. Ministerpräsident Mario Monti kündigte entschlossene Gegenmaßnahmen an.

Die Extremisten der Organisation Ansaru bezeichneten die Tötung der Bauarbeiter aus dem Libanon sowie aus Großbritannien, Italien und Griechenland als Vergeltung für die Tötung von Muslimen bei einer versuchten Geiselbefreiung durch britische und nigerianische Soldaten. Dies wurde vom italienischen Außenministerium als falsch zurückgewiesen - es habe keine militärische Intervention zur Befreiung der Geiseln gegeben, hieß es in Rom. Der britische Außenminister William Hague sprach von einem „kaltblütigen Mord“.

Die sieben Arbeiter waren für die libanesische Firma Setraco in Nigeria. Im islamisch dominierten Norden von Nigeria kämpft seit eineinhalb Jahren die islamistische Gruppe Boko Haram gegen Einrichtungen der Regierung. Ansaru ist eine im Januar 2012 gegründete Splittergruppe. Boko Haram hält derzeit noch eine siebenköpfige französische Familie gefangen, die Ende Februar in Kamerun entführt wurde.

AP

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