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In einem solchen Schaustellerwagen lebte Jeremie beim Wanderzirkus

Ausreißer Jeremie in Hamburger Einrichtung

Hamburg - Er lebte zwischen Wanderzirkus und Jugendpsychiatrie - jetzt wird der Ausreißer Jeremie (11) nach einer monatelangen Hängepartie in einer Hamburger Einrichtung betreut.

„Er wurde am Mittwochnachmittag in ein intensives, betreutes Kinder- und Jugendlichen-Wohnprojekt eines Hamburger Trägers gebracht“, sagte ein Sprecher des zuständigen Bezirksamts Hamburg-Mitte am Donnerstag. Dort solle Jeremie langfristig betreut werden.

„Das ist keine geschlossene Einrichtung“, betonte der Sprecher. Letztlich hätten Jeremies Eltern und Großeltern zugestimmt, dass der Junge nicht wie von ihnen gewünscht in der Familie bleibt. Die Diskussionen seien jedoch schwierig gewesen.

Für Jeremie sei es jetzt eine Phase der Umorientierung in der neuen Einrichtung. Daher müsse geklärt werden, wann der Junge Besuch von seiner Familie erhalten oder selbst seine Familie wieder besuchen könne. Zu den Kosten der Unterbringung wollte sich der Bezirksamt-Sprecher nicht äußern.

Jeremie war zuvor in einem Wanderzirkus im westmecklenburgischen Lübtheen untergebracht. Dort riss er am 20. November 2012 aus und blieb vier Wochen lang verschwunden.

Der „Fall Jeremie“ hatte politische Diskussionen ausgelöst. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob es sinnvoll sei, einen Elfjährigen in einem Zirkus unterzubringen. Auch die hohen Kosten von rund 7400 Euro pro Monat verursachten Aufregung. Zuletzt wurde der Junge in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg stationär betreut.

dpa

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