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Das Bürstenschwanz-Rattenkänguru soll auf die Liste der bedrohten Arten aufgenommen werden. Foto: Katja Lenz/Archiv

Australien erweitert Liste bedrohter Arten um fast 50 Spezies

In Australien kommen zahlreiche Tiere und Pflanzen vor, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Doch viele davon sind bedroht.

Sydney (dpa) - Australiens Regierung hat fast 50 Tier- und Pflanzenarten neu in die Liste gefährdeter Spezies aufgenommen.

Die Behörden wollen unter anderem das Bürstenschwanz-Rattenkänguru, den Schwalbensittich sowie mehrere Albatros- und Orchideen-Arten besser vor dem Aussterben schützen. Insgesamt stufte die Regierung 49 Arten als gefährdet ein, neun davon galten als besonders stark bedroht.

Australische Naturschützer kritisierten, dass die Regierung die Erweiterung der Liste um zahlreiche Arten nicht näher erläuterte, berichtete der Sender SBS am Samstag. Die letzte dieser Größenordnung gab es Medienberichten zufolge im Jahr 2009.

Tier- und Naturschützer werfen den Behörden vor, sich nicht genug gegen das Artensterben einzusetzen. Die Ergänzung der Liste sei jedoch nicht allein als Versagen der Regierung zu sehen, sagte Naturschützer Jess Abrahams von der "Australian Conservation Foundation" laut einem Bericht von ABC. Sie zeuge auch von einem besseren Verständnis der Bedrohungen für die Umwelt.

Australien erlebe ein schlimmes Aussterben, sagte Gregory Andrews, der Beauftragte für bedrohte Arten. "90 Prozent aller Tiere hier können nirgendwo sonst auf der Erde gefunden werden." Zahlreiche Säugetiere seien bereits seit Ankunft der Europäer verschwunden.

Liste

Bericht ABC

Bericht SBS

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