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Schwere Überschwemmungen in Australien: Zehntausende auf der Flucht – „Es ist herzzerreißend“

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Von: Patrick Huljina

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Für manche Betroffene ist es bereits das vierte Mal in den vergangenen 18 Monaten. Erneut fluten Überschwemmungen an der Ostküste Australiens Häuser.

Sydney - Extremes Wetter sorgt an der Ostküste Australiens derzeit erneut für schwere Überschwemmungen. Laut Meteorologen ist rund um die Millionenmetropole Sydney in nur vier Tagen mehr Niederschlag gefallen als etwa in London in einem ganzen Jahr. Die Behörden haben bereits mehr als 100 Evakuierungsanordnungen und -warnungen veröffentlicht. Insgesamt 85.000 Menschen wurden aufgerufen, ihre Häuser wegen Flutgefahr sofort zu verlassen oder sich darauf vorzubereiten, ihr Zuhause ohne lange Vorwarnung verlassen zu müssen.

Schwere Überschwemmungen in Australien: Zehntausende auf der Flucht

„Dieses Ereignis ist noch lange nicht vorbei“, warnte Dominic Perrottet, der Premierminister des besonders betroffenen Bundesstaats New South Wales. Die Behörden gaben am Mittwoch (6. Juli) neue Flutwarnungen heraus. Nach neuem Starkregen ist nun auch die für ihren Weinanbau berühmte Hunter-Region nördlich von Sydney betroffen.

Auch in der Millionenmetropole selbst stellten Hochwasser führende Flüsse weiterhin eine Gefahr dar. Am westlichen Stadtrand von Sydney traten Flüsse über ihre Ufer. Große Landgebiete verwandelten sich in Seen. Schlammiges Wasser drang in Häuser ein. Straßen und Brücken waren nicht mehr befahrbar.

Hochwasser in Australien: Anwohner waten in Chittaway Bay im Bundesstaat New South Wales durch das Hochwasser.
Anwohner waten in Chittaway Bay im Bundesstaat New South Wales durch das Hochwasser. © Jeremy Piper/dpa

Überschwemmungen in Australien: Soforthilfe für Betroffene versprochen

Bereits am Dienstag (5. Juli) hatten die Behörden die Überschwemmungen zur Naturkatastrophe erklärt, um schneller Notgelder freimachen zu können. Betroffene sollen ab Donnerstag 1000 australische Dollar (663 Euro) für Erwachsene und 400 australische Dollar (265 Euro) für Kinder als Soforthilfe bekommen. „Dies ist die schnellste Zahlung, die jemals genehmigt wurde“, erklärte Australiens Premierminister Anthony Albanese.

Der Labor-Chef, der erst seit Mai im Amt ist, reiste am Mittwoch in das Hochwassergebiet und versprach den Menschen umgehende finanzielle Unterstützung. Für seine Regierung sind die Überschwemmungen die erste große Bewährungsprobe. Albanese hatte im Wahlkampf versprochen, die Klimakrise anzugehen, unter der Australien ganz besonders leidet

Australien-Hochwasser: „Es ist herzzereißend“ – viertes Mal in 18 Monaten

„Es ist herzzerreißend, dass dies für viele Menschen das dritte oder vierte Mal in 18 Monaten ist, dass ihr Leben durch eine Naturkatastrophe dieser Größenordnung beeinträchtigt wird“, sagte Albanese. Erst im März hatte es in Sydney und weiten Teilen von New South Wales und Queensland katastrophale Überschwemmungen gegeben.

Im Parlament soll nun über langfristige Lösungen für die immer wieder von Fluten und Buschbränden betroffenen Regionen an der Ostküste beraten werden. „In den vergangenen Jahren wurde unsere Belastbarkeit immer wieder auf die Probe gestellt“, erklärte Albanese. Es sei Zeit zu handeln, so der australische Premierminister. (ph/dpa/afp)

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