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Hier versucht die australische Feuerwehr die Buschbrände unter Kontrolle zu bringen.

Ungewöhnliche Maßnahme

Australien: Feuerwehr legt riesige Brände zusammen

Canberra - Im Kampf gegen die massiven Buschbrände haben australische Feuerwehrmänner zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen, nachdem zwei Riesenfeuer außer Kontrolle geraten waren.

Im Kampf gegen die Buschbrände in Australien haben Feuerwehrleute am Dienstag bewusst zwei außer Kontrolle geratene Riesenfeuer miteinander vereint. Die beiden Brände seien unter der Aufsicht der Feuerwehr zusammengelegt worden, sagte Feuerwehrsprecher Shane Fitzsimmons. Das zwischen den beiden Bränden liegende Buschwerk soll kontrolliert herunterbrennen, damit die Flammen sich nicht unkontrolliert in andere Richtungen ausbreiten können.

Die ganze Nacht hindurch waren den Angaben zufolge mehr als tausend Feuerwehrleute und 84 Löschflugzeuge im Einsatz. Fitzsimmons sagte, der gezielte, nächtliche Einsatz habe bereits erste Erfolge gezeigt. Es sei aber noch "ein weiter Weg", bis alle Brände gelöscht seien. Nach neuen Angaben vom Dienstag loderten noch 57 Brandherde weiter, 17 davon sogar gänzlich außer Kontrolle. Rund 200 Häuser fielen bereits den Flammen zum Opfer.

Vorerst keine Massen-Evakuierungen

In Lithgow westlich von Sydney drohten die Brände auf weitere Wohngebiete überzugreifen. Zwar wies die Feuerwehr Gerüchte über angeblich geplante Massenevakuierungen zurück, doch riet Fitzsimmons allen Einwohnern der Blue Mountains, die Region wenn möglich zu verlassen. Die Wettervorhersage sei "so schlecht, wie es nur geht". Am Mittwoch soll es in der Region noch wärmer werden und der Wind soll weiter auffrischen. Erst am Donnerstag soll es etwas kühler werden. In den australischen Sommermonaten von Dezember bis Februar gibt es regelmäßig Buschfeuer.

In diesem Jahr begannen die Brände aber früher als üblich, weil es schon sehr heiß ist und zuletzt wenig Regen fiel. In Australien wird nun darüber diskutiert, ob dazu auch der Klimawandel beigetragen hat. Die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, kritisierte in diesem Zusammenhang die Klimapolitik der neuen australischen Regierung von Premierminister Tony Abbott, die die CO2-Steuer abschaffen will, um die mächtige Bergbauindustrie zu entlasten. Die Menschheit zahle schon jetzt einen hohen Preis für die Kohle, sagte Figueres dem Fernsehsender CNN. "Wir zahlen den Preis mit Waldbränden, wir zahlen den Preis mit Dürren."

AFP

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