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Das Drama ereignete sich am Strand eines beliebten australischen Badeortes.

Horror im Wasser

Hai-Angriff: Mann stirbt vor den Augen seiner Frau

Melbourne - In Australien wird ein Mann von einem Hai attackiert. Während seine Frau vom Strand aus hilflos zusehen muss, versucht ein mutiger Tourist den 50-Jährigen noch zu retten - vergebens.

Bei einer Hai-Attacke in dem bei Touristen beliebten Badeort Byron Bay im Bundesstaat New South Wales im Osten Australiens ist ein 50 Jahre alter einheimischer Schwimmer ums Leben gekommen. Der Mann habe eine schwere Bisswunde im rechten Bein erlitten, berichtete der Sender ABC am Dienstag. Ein Tourist habe das Opfer wagemutig aus dem Wasser gezogen, teilte die Polizei mit. Andere Badegäste hätten dann vergeblich versucht, den Mann wiederzubeleben. Er sei vor den Augen seiner Frau gestorben.

„Es war ein tödlicher Biss mit sehr viel Blutverlust. Wahrscheinlich ist das Opfer noch im Wasser gestorben“, sagte ein Sanitäter. Der Tourist, der den Mann aus dem Wasser gezogen hatte, zeigte sich bestürzt: „Es war wirklich schrecklich. Es tut mir so leid für den Mann und seine Familie. Ich habe alles versucht, ihm zu helfen.“ Der Schwimmer, der einen Neoprenanzug trug, befand sich rund 20 Meter vom Strand entfernt, als es angegriffen wurde.

Kurz nach der Attacke sei ein zwei bis vier Meter langer Hai gesehen worden, hieß es in Medienberichten. Es soll sich um einen weißen Hai gehandelt haben. Mit einem Hubschrauber und Jet-Skis hätten Rettungsschwimmer versucht, den Raubfisch zu vertreiben, sagte eine Polizeisprecherin. Da es sich um eine geschützte Haiart handele, solle das Tier aber nicht getötet werden. Die Strände in der Gegend wurden für 24 Stunden gesperrt.

Tierschützer gegen Haitötungen

In den vergangenen 100 Jahren sind bei Haiangriffen in Australien nach Angaben von Tierschützern der Taronga Conservation Society 137 Menschen getötet worden. Vor der Westküste des Landes hatte die Regionalregierung von Western Australia Anfang dieses Jahres nach mehreren tödlichen Attacken die Tötung von Haien bestimmter Arten und einer Größe von mehr als drei Metern beschlossen.

Bei der dreimonatigen Aktion waren rund 170 Raubfische gefangen worden. Ein Teil davon wurde getötet, andere wurden gekennzeichnet, bevor sie wieder ins Wasser gelassen wurden. In der Bevölkerung war die Jagd auf erhebliche Ablehnung gestoßen, Tierschützer hatten wiederholt versucht, diese zu sabotieren.

dpa

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