Umstrittene Raubfischjagd

172 australische Haie gefangen - 50 getötet

Perth - Nach mehreren tödlichen Hai-Angriffen auf Badende in den vergangenen Jahren macht Australien Jagd auf große Haie. 50 von ihnen wurden bei dem umstrittenen Projekt getötet.

Insgesamt wurden 172 der Raubfische gefangen, teilte das Fischereiministerium des Bundesstaats Western Australia am Mittwoch mit. 90 Haie seien gekennzeichnet worden, bevor sie wieder ins Wasser gelassen wurden.

Ende Januar war die Tötung von Haien bestimmter Arten und einer Größe von mehr als drei Metern beschlossen worden. Entlang von acht beliebten Badestränden wurden Köder ausgelegt. Die 60 Köderleinen wurden nach Angaben des Ministeriums nach dreimonatiger Laufzeit des Programms am 30. April eingeholt. Der größte Hai von 4,5 Metern Länge habe am Floreat Beach angebissen.

Der Schutz durch die Leinen habe seinen Beitrag geleistet, um wieder Vertrauen bei Schwimmern, Surfern und Tauchern an den Stränden von Perth und dem Südwesten herzustellen, hieß es von Fischereiminister Ken Baston. Die „behutsam umgesetzte Maßnahme“ habe sich gegen die gefährlichsten Haiarten, die in den dortigen Gewässern lebten, gerichtet: Weiße Haie, Tiger- und Bullenhaie.

Bei der Bevölkerung war die Jagd auf erhebliche Ablehnung gestoßen, Tierschützer hatten wiederholt versucht, die Jagd zu sabotieren.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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