Gebrochene Nase weil er "komisch" war

Autistisches Prügelopfer erteilt Tätern einen Denkzettel

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Springfield - Weil er Autist ist, wurde Gavin Joseph aus Illinois verprügelt. Doch statt seine Übeltäter anzuzeigen, überlegte sich der 20-Jährige eine andere Art von Denkzettel.

Der 20-jährige Gavin Joseph aus New Baden (Illinois), leidet am sogenannten Asperger Syndrom, eine Form von Autismus. Äußerlich sieht man Gavin seine Behinderung nicht an, Probleme hat er vor allem im sozialen Umgang mit anderen Menschen, kann auf Fremde manchmal unhöflich, distanziert oder ruppig wirken, berichtet seine Mutter der englischen Mirror in der Onlineausgabe.

Anfang Juli hatte sich eine Gruppe Jugendlicher über die Eigenheiten des jungen Mannes unterhalten, sich lustig gemacht und ihn als "komisch" und "gruselig" beschrieben, heißt es in dem Bericht. Ein Fremder hörte die Unterhaltung und entschloss offenbar Gavin eine Lehre zu erteilen. Er verprügelte Gavin bei einem vorgetäuschten Treffen im Beisein mehrerer Mittäter. Anschließend ließen sie ihn dem Mirror-Bericht zufolge mit einer Gehirnerschütterung, einer gebrochenen Nase und zahlreichen Prellungen zurück.

Wenig später wurden die Täter identifiziert. Doch anstatt sie anzuzeigen und vor Gericht ihrer gerechten Strafe auszuliefern, entschied sich Gavin für eine andere Art, ihnen einen Denkzettel zu verpassen.

Er drehte eine 20 Minuten lange Videobotschaft, in der er den Tätern zeigte, was sie ihm angetan hätten und wie sich das Asperger Syndrom auf sein Leben auswirkt. Dieses Video mussten sich die Angreifer zusammen mit deren Familien ansehen. Außerdem verlangte Gavin, dass jeder von ihnen gemeinnützige Arbeit ableistet und einen Artikel über das Asperger Syndrom schreibt.

Nachdem seine Mutter die Geschichte stolz auf Facebook postete, machte die Geschichte im Netz schnell die Runde. Auch auf Twitter wird Gavin Joseph als Held gefeiert.

vh

Rubriklistenbild: © Facebook/Susan Moffatt

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