Schwerer Unfall in München: Mindestens ein Mensch lebensgefährlich verletzt

Schwerer Unfall in München: Mindestens ein Mensch lebensgefährlich verletzt
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Ein Pkw steht in Berlin im U-Bahnhof Rathaus Spandau. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei steuerte der Fahrer des Fiestas die Treppen zu den Gleisen hinunter. Foto: Paul Zinken

Fahrer unter Drogeneinfluss

Auto landet nach Verfolgungsjagd in Berliner U-Bahn-Station

Schon wieder ist in Berlin ein Auto die Treppen einer U-Bahn-Station heruntergerast. Es gab glücklicherweise keine Verletzten. Vorangegangen war eine abenteuerliche Verfolgungsjagd.

Berlin (dpa) - Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ist ein Auto die Treppe einer U-Bahn-Station in Berlin hinabgefahren. Das Fahrzeug sei am Sonntagabend auf einem Zwischengeschoss am Rathaus Spandau steckengeblieben, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hielten sich zu dem Zeitpunkt viele Menschen an der Unfallstelle auf. Ein Mann habe sich mit einem Sprung zur Seite retten können. "Man kann von Glück reden, dass nichts passiert ist."

Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte ein Streifenwagen das Fahrzeug verfolgt, weil die Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben waren. Doch statt den Beamten zu folgen, drückte der Fahrer plötzlich aufs Gas und raste über Bürgersteige und Grünflächen einige Hundert Meter weit durch die Spandauer Altstadt. Spandau gehört zu Berlin und liegt ganz im Westen der Stadt.

Vermutlich verlor der Mann die Kontrolle über den Wagen und kam so von der Straße ab. Bevor der Wagen die Treppen der U-Bahn-Station hinabrollte, sprang der Fahrer aus dem Auto. Zwei Mitfahrer blieben zunächst sitzen und rannten davon, als das Auto an einem Pfeiler im Zwischengeschoss zum Stehen kam.

Der 25-jährige Fahrer wurde zunächst festgenommen. Er gab zu, keinen Führerschein zu besitzen und Cannabis konsumiert zu haben. Ob er noch andere Drogen nahm oder alkoholisiert war, sollte ein Bluttest zeigen. Der Deutsche kam später wieder auf freien Fuß. Nun muss er sich unter anderem wegen Verkehrsunfallflucht, Urkundenfälschung und Straßenverkehrsgefährdung verantworten. Wer die anderen beiden Insassen sind, wurde am Montag noch ermittelt. Entgegen früheren Angaben der Polizei wurden sie nicht festgenommen.

Die Feuerwehr rückte mit schwerem Gerät an, um das Fahrzeug zu bergen. Das Auto wurde mit einem Stahlseil hinaufgezogen. Zuvor sei auf den Treppenstufen eine Art provisorische Rampe installiert worden, sagte der Sprecher.

Erst Ende Mai war in Berlin ein Auto die Treppe zu einer U-Bahn hinabgefahren. Bei dem Unfall an der Bernauer Straße wurden mehrere Menschen verletzt. In der Gegend liegt die Gedenkstätte Berliner Mauer, wo sich viele Touristen aufhalten.

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