Autobahnbrücke über dem Mississippi eingestürzt

Washington - Beim Einsturz einer Autobahnbrücke über den Mississippi sind am Mittwoch im US-Staat Minnesota mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Das teilten Behördenvertreter mit.

Die Brücke verband die Städte Minneapolis und St. Paul und brach inmitten des Berufsverkehrs am frühen Abend (Ortszeit) plötzlich in drei Abschnitten über dem Fluss zusammen. Nach Augenzeugenberichten stürzten 50 bis 100 Fahrzeuge ins Wasser oder wurden am Flussufer unter Trümmern begraben. Mehrere Augenzeugen schilderten, es sehe aus «wie nach einem Erdbeben».

Die Zahl der Verletzten wurde von verschiedenen Fernsehsendern in der Nacht mit mindestens 25 angegeben. Vertreter der örtlichen Katastrophenschutzbehörden erwarteten wegen des Ausmaßes der Zerstörung einen weiteren Anstieg der Opferzahlen. Über die Einsturzursache herrschte zunächst völlige Unklarheit. Fernsehberichten zufolge war die etwa 40 Jahre alte Brücke erst vor drei Jahren inspiziert und für sicher befunden worden. Es seien zur Zeit des Zusammensturzes aber Bauarbeiten im Gange gewesen. Das US-Heimatschutzministerium schloss einen Terroranschlag aus.

Nach Augenzeugenberichten stürzte die Brücke nach einem Grollen und Zittern plötzlich ein. Zahlreiche Fahrzeuge sackten auf riesigen Zementblöcken ins Wasser ab, darunter auch ein Schulbus mit 60 Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren. Polizeiangaben zufolge konnten sie alle in Sicherheit gebracht werden. Ein auf einem riesigen Trümmerstück gestrandeter Lastzug fing Feuer. Andere Fahrzeuge versanken im Wasser, nach Augenzeugenberichten wurden zahlreiche Menschen, darunter Frauen und Kinder, von Rettungsbooten geborgen.

In US-Medien wurde in der Nacht zum Donnerstag darüber spekuliert, ob die Bauarbeiten auf der Brücke das Unglück ausgelöst haben könnten. Zugleich wurde aber darauf hingewiesen, dass eben diese Arbeiten auch eine noch größere Katastrophe verhindert haben könnten, da mehrere Fahrspuren zur Unfallzeit gesperrt waren. Deshalb hätten sich deutlich weniger Fahrzeuge auf der Brücke befunden als sonst während des Berufsverkehrs, hieß es.

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