Autobombe vor Lokal richtet Blutbad an

- Bagdad - Im Irak sind mindestens acht Menschen bei neuen Anschlägen und Gewalttaten ums Leben gekommen. Allein fünf Personen wurden nach Polizeiangaben am Abend bei einer schweren Explosion in einem gut besuchten Restaurant in der Innenstadt von Bagdad getötet und etwa 20 weitere verletzt. Polizisten sprachen von einer Autobombe.

Von Seiten des irakischen Innenministeriums hieß es, bei den fünf Toten handele es sich um Iraker. Unter den Verletzten sind nach Angaben der "Los Angeles Times" drei Reporter und vier Mitarbeiter des Bagdader Büros der amerikanischen Zeitung.
Das Restaurant "Nabil" wurde weitgehend zerstört. Auch umliegende Gebäude und in der Nähe geparkte Autos wurden erheblich beschädigt. Nach der Explosion schossen Flammen in den nächtlichen Himmel. US-Soldaten riegelten den Ort des Geschehens ab, der ein Bild der Verwüstung bot.

Stunden zuvor war bei einem Bombenschlag in Bagdad ein irakisches Kind getötet worden. Die US-geführte Zivilverwaltung teilte mit, der Sprengsatz sei in einer belebten Straße in der Innenstadt explodiert, als gerade ein US-Militärkonvoi vorbeifuhr. Mindestens elf irakische Passanten sowie fünf amerikanische Soldaten wurden dabei verletzt. In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden bei einer anti-kurdischen Kundgebung hunderter turkmenischer und arabischer Bewohner zwei Demonstranten erschossen und mindestens 25 verletzt.

Am Neujahrstag riegelten US-Militärs das Gelände einer Moschee ab, die sich an der Zufahrtsstraße zum Flughafen von Bagdad befindet. Dort waren immer wieder Konvois von US-Soldaten angegriffen worden.

Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon sagte indes, die britischen Truppen müssten wohl noch in einem Jahr im Irak für Sicherheit sorgen. Dies liege auch am Zustrom von Terroristen als Folge des Krieges.

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