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52-Jährige von Fahrbahn abgedrängt

Autoraser fuhren nach tödlichem Unfall einfach weiter

Bremen - Eine Frau kommt ums Leben, weil sich zwei verantwortungslose Raser ein Autorennen liefern. Bremen ist fassungslos.

Die Bremer Polizei fahndet unter Hochdruck nach den beiden Autorasern, die bei einem Rennen in Bremen eine unbeteiligte Frau in den Tod gerissen haben. Es seien zahlreiche Hinweise eingegangen, sagte Polizeisprecherin Franka Haedke am Montag. "Das ist schon dramatisch. Die sind offensichtlich unbeirrt weiter gefahren."

Bei dem Rennen war in der Nacht zum Sonntag eine 52 Jahre alte Frau in ihrem Auto von den beiden entgegenkommenden Rasern von der Fahrbahn gezwungen worden. Sie prallte gegen einen Baum und einen Betonpfeiler. Die Frau starb am Unfallort, ihr Beifahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Ob es sich bei dem Unfall tatsächlich um ein organisiertes illegales Autorennen handelte, war noch unklar. Dies müssen die Untersuchungen zeigen.

Ermittelt wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht. An der Unfallstelle waren 50 Kilometer pro Stunde erlaubt, die beiden Autos sollen jedoch mit mindestens 90 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein. Erschwert wird die Arbeit der Polizei dadurch, dass am Unfallort weder Lackreste noch Glassplitter gefunden wurden, die eine Identifizierung der Fahrzeuge erleichtern könnten.

Sowohl die Polizei als auch die Bremer Innenbehörde verwiesen darauf, dass dies der erste derartige Vorfall in der Hansestadt sei. "Wir hatten bislang keine Szene für organisierte illegale Autorennen. Ob es eine solche gibt, das müssen die Ermittlungen zeigen", sagte die Sprecherin beim Innensenator, Rose Gerdts-Schiffler.

dpa

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