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Drei Angeklagte müssen sich seit Montag vor dem Landgericht Dresden unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Zum Prozessauftakt schwiegen die Beschuldigten zunächst.

Vorwurf: Schwerer Bandendiebstahl

Prozess gegen Autoschieber: Verdächtige schweigen

Dresden - Eine mutmaßliche Autoschieber-Bande muss sich seit Montag vor Gericht verantworten. Die Verdächtigen sollen etwa 40 Fahrzeuge gestohlen haben. Zum Prozessauftakt schwiegen die Beschuldigten.

Zwei Männer und eine Frau müssen sich vor dem Landgericht Dresden für den Diebstahl von knapp 40 Autos verantworten. Immer wieder hätten sie zwischen August 2012 und Mai 2013 Fahrzeuge zweier Hersteller in Dresden und Umgebung entwendet, um die Beute dann in ihren Werkstätten in Tschechien auszuschlachten und die Einzelteile zu verkaufen, heißt es in der Anklage. Den Beschuldigten wird unter anderem schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Sie schwiegen zum Prozessauftakt.

Die Hauptbeschuldigten - ein 45 Jahre alter Mann und seine 35-jährige Frau - sind ein Ehepaar. Ein weiterer Angeklagter (35) ist als Komplize angeklagt. Bei den Diebstählen entstand ein Schaden von rund 130 000 Euro.

Die Beamten hatten seit Anfang 2013 gegen die „Krokodil“-Bande ermittelt - benannt nach dem Spitznamen des Hauptverdächtigen. Die Beschuldigten waren Anfang April bei einer Großrazzia im nordböhmischen Ústí nad Labem verhaftet worden. Mehr als 100 Beamte aus Tschechien und Sachsen durchsuchten damals mehrere Werkstätten, Garagen und Wohnungen. Die Beamten fanden Teile von rund 150 Fahrzeugen verschiedener Marken.

Das Ehepaar soll mit Komplizen deren Aussagen und falsche Alibis abgesprochen haben. Mittäter seien massiv bedroht worden, um sie von einer Aussage abzuhalten, sagte Staatsanwalt Thomas Hellmich. Einer der Komplizen soll nun als Kronzeuge gegen das Trio aussagen. Das Gericht hat zunächst 14 Verhandlungstage bis Ende Februar geplant. Die ersten Zeugen sollen im Januar vernommen werden.

dpa

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