Richterin ändert Namen

Baby darf nicht mehr „Messias“ heißen

Washington - Weil sein Name zu sehr an Jesus Christus erinnert, darf ein Junge im US-Staat Tennessee künftig nicht mehr Messias (Messiah) heißen.

Die Eltern des sieben Monate alten Jungen wollten ihn Messiah Martin (deutsch: Messias Martin) nennen, was ihnen nun ein Gericht untersagte. „Das Wort Messias ist ein Titel, und es ist ein Titel, den sich nur eine Person verdient hat, und diese Person ist Jesus Christus“, sagte am Montag die Richterin zur Begründung dem TV-Sender WBIR. Künftig dürfe der Junge nur noch Martin heißen. Gegen diese Entscheidung legte die Mutter Berufung ein. Die endgültige Entscheidung wird im September erwartet.

Ursprünglich war die Frau mit ihrem Mann vor Gericht gezogen, weil sich das Paar nicht auf einen Nachnamen für den Sohn einigen konnte. Die Richterin entschied, dass er in Zukunft die Nachnamen beider Eltern tragen solle, änderte dann aber gleich den Vornamen. Das sei für das Kind am besten, vor allem weil es in einer Gegend aufwachse, in der der Anteil der christlichen Bevölkerung sehr hoch sei.

„Ich habe meinen Sohn nicht Messias genannt, weil das Gott bedeutet. Ich hätte nicht erwartet, dass eine Richterin mich zwingen könnte, den Namen meines Sohnes wegen ihrer religiösen Ansichten zu ändern“, sagte die Mutter. Ihr habe einfach der Klang von Messias gefallen - vor allem zusammen mit den Namen ihrer anderen Kinder Micah und Mason.

Das Wort „Messias“ stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „der Gesalbte“ - es steht meist für den im Alten Testament der Bibel verheißenen Erlöser.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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