Baby in Kasernen-Toilette erstickt - Anklage gegen Soldatin

Verden - Eine Soldatin soll ihr neugeborenes Kind auf einer Kasernen-Toilette im niedersächsischen Schwanewede erstickt haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Verden die 23-Jährige wegen Totschlags angeklagt.

Der Frau wird nach Angaben der Anklagebehörde vom Donnerstag vorgeworfen, das Kind im März dieses Jahres nicht sofort nach der Geburt aus einem Toilettenbecken genommen zu haben. Von Sachverständigen sei festgestellt worden, dass das Mädchen lebensfähig war.

Die Gewichtszunahme und körperlichen Veränderungen seien in der Umgebung der jungen Frau nicht verborgen geblieben. Sie habe dies jedoch mit einem stressbedingten Essverhalten erklärt, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Erst zum Ende ihrer Schwangerschaft habe sie auch für sich den Verdacht zugelassen, schwanger zu sein. Weiter damit auseinandergesetzt habe sie sich jedoch nicht.

Am 12. März habe die Soldatin gegen Mittag dann Schmerzen bekommen, die in der kommenden Nacht schließlich unerträglich geworden seien. Über einer Toilette in der Kaserne habe sie das Mädchen zur Welt gebracht, in einen Plastikeimer gelegt und mit Papier abgedeckt. Anschließend ging die Frau der Anklage zufolge wieder ins Bett. Sie gab an, dass sie das Kind für tot gehalten habe.

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