Mutter dreht durch

Baby in Mülltüte aus dem Fenster geworfen

Berlin - Eine 41-Jährige aus Berlin hat ihr Neugeborenes in einer Mülltüte aus dem fünften Stock geworfen. Nun wurde die Mutter für ihre kaltblütige Tat verurteilt.

„Sie warf ihr Kind wie Müll aus dem Fenster“, beschrieb Richter Matthias Schertz die schreckliche Tat. Das Baby starb an schweren Kopfverletzungen. Das Berliner Landgericht verurteilte die geständige 41-Jährige am Montag wegen Totschlags in einem minderschweren Fall aufgrund der Stresssituation bei der Geburt.

Die Mutter von vier weiteren Kindern hatte ihre Schwangerschaft monatelang verheimlicht. Den Jungen hatte die Facharbeiterin im November 2011 im Badezimmer ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg entbunden. Ihr Lebensgefährte und eine Tochter sollen nichts gemerkt haben. Die 41-Jährige wickelte den lebenden Säugling in ein Handtuch, steckte ihn in eine blaue Mülltüte und säuberte das Badezimmer. Dann warf sie den Sohn aus dem Fenster. Ein Nachbar fand das tote Baby im betonierten Innenhof.

Die Angeklagte hatte angegeben, Angst vor ihrem Lebensgefährten gehabt zu haben. Der Mann habe keine weiteren Kinder gewollt. Zwei gemeinsame Söhne hatte das Paar gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Aus Sicht des Gerichts hatte die Berlinerin Zeit genug, das Kind in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen. „Möglicherweise habe sie sich aber derart in eine Heimlichkeit gesteigert, aus der sie nicht mehr herauskam“, argumentierte Richter Schertz.

dpa

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