Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 
+
In dieser Recyclinganlage wurde 2006 eines der fünf getöteten Babys gefunden.

Schockierendes Geständnis

Frau (28) hat fünf Babys getötet

Flensburg - Eine 28-Jährige aus Husum hat die Tötung ihrer fünf Kinder seit 2006 gestanden. Die Frau habe Angst gehabt, von ihrem Mann verlassen zu werden.

Aufklärung eines grausigen Verbrechens: Offenbar weil ihr Ehemann keine weiteren Kinder wollte, hat eine 28-Jährige aus Nordfriesland in den vergangenen sechs Jahren fünf ihrer Babys getötet. Das sagte sie den Ermittlern der Mordkommission Flensburg, bei der sie sich am Dienstag stellte, wie die Flensburger Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt gaben. Sie hat bereits eingeräumt, die Kinder direkt nach der Geburt getötet zu haben. Die Kindstötungen gaben den Ermittlern seit Jahren Rätsel auf.

Die Polizei wusste zunächst nur von zwei getöteten Kindern. Deren Leichen waren 2006 und 2007 in der Papiersortieranlage Ahrenshöft im Kreis Nordfriesland und auf einem Parkplatz an der Bundesstraße 201 nahe der Gemeinde Silberstedt im Kreis Schleswig-Flensburg gefunden worden. Die 28-Jährige sagte den Ermittlern, sie habe die erste Babyleiche in eine Mülltonne geworfen, die dann nach Ahrenshöft gebracht wurde. Die zweite Leiche habe sie mit dem Auto zu dem Parkplatz gefahren.

In den folgenden Jahren brachte sie demnach noch drei weitere Kinder auf die Welt, die sie tötete und aus Angst vor den polizeilichen Ermittlungen im eigenen Keller versteckte. Denn die Behörden führten in der Region seit 2006 Speichelproben durch, um die beiden Fälle der Kindstötung aufzuklären. Offenbar wurde der Druck auf die 28-Jährige zu groß: Sie gab am Dienstag freiwillig eine Speichelprobe in Husum ab und stellte sich noch am selben Tag der Polizei in Flensburg, bevor sie das Ergebnis der DNA-Analyse kannte. Nachdem sich die Frau gestellt hatte, fanden die Ermittler die drei Kinderleichen im Keller.

Behörden erleichtert über Aufklärung des Falls

Der Ehemann der Frau will von den Kindstötungen nichts gewusst haben. Er ist laut Staatsanwaltschaft „sehr erschüttert“. Das Paar hat zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren. Weder Nachbarn, Freunde noch ihr Ehemann wollen etwas von den Schwangerschaften der 28-Jährigen mitbekommen haben. Auch dem Jugendamt war die Familie unbekannt. Nach Aussage der Frau hatte das Paar finanzielle Probleme und fürchtete durch weitere Kinder einen sozialen Abstieg. Sie fürchtete demnach, von ihrem Mann verlassen zu werden, sollte sie noch ein Kind bekommen. Verhütung sei bei dem Paar nie Thema gewesen und auch Babyklappen oder Hilfen durch das Jugendamt kannte die Frau nach eigener Aussage nicht.

Ein Haftrichter erließ Haftbefehl gegen die 28-Jährige - sie sitzt nun in Lübeck wegen fünffachen Totschlags in Untersuchungshaft. Die Behörden äußerten sich am Donnerstag erleichtert über die Aufklärung des Falls. Im Laufe der Jahre waren mehrere Tausend Speichelproben von Frauen genommen worden, ohne dass die Kindstötungen aufgeklärt werden konnten.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erstes Hitze-Wochenende des Jahres steht an
Hoch "Walrita" bringt reichlich Sonne, Bade- und Grillwetter. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erwarten dabei mancherorts sogar die erste Hitzeperiode des …
Erstes Hitze-Wochenende des Jahres steht an
Völlig in Rage: Polizisten wegen Knöllchens angegriffen
Ein Knöllchen bringt einen Anwohner in Rage. Seine Söhne kommen dazu. Der Mann vom Ordnungsamt ruft die Polizei. Die wird verprügelt. Jetzt beginnt der Prozess.
Völlig in Rage: Polizisten wegen Knöllchens angegriffen
Ehrendoktortitel für Mark Zuckerberg - Raten Sie mal, in welchem Fach!
Cambridge - Vor 13 Jahren brach Mark Zuckerberg sein Informatik- und Psychologie-Studium in Harvard ab. Ein gewagter Schritt - fand damals auch seine Mutter. Jetzt …
Ehrendoktortitel für Mark Zuckerberg - Raten Sie mal, in welchem Fach!
Wandernden Zebras dient die Erinnerung als Kompass
Forscher haben untersucht, wie sich Zebras bei ihren langen Wanderungen orientieren. Die Ergebnisse sollen dem Schutz der Tiere dienen.
Wandernden Zebras dient die Erinnerung als Kompass

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion