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Baden-Württemberg verhängt Ausgangssperre in Hotspot-Regionen

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Von: Richard Strobl

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Kurz vor Beginn der Ausgangssperre im April ist die Stuttgarter Innenstadt menschenleer. (Archivbild)
Kurz vor Beginn der Ausgangssperre im April ist die Stuttgarter Innenstadt menschenleer. (Archivbild) © Christoph Schmidt/dpa

Wegen extrem hoher Corona-Zahlen erlässt Baden-Württemberg für mehrere Hotspot-Regionen nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte.

Stuttgart - Ab Montag gelten in drei Hotspot-Regionen in Baden-Württemberg nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte. Hintergrund sind die extrem hohen Corona-Zahlen in den Landkreisen.

Betroffen sind nach einem Bericht des SWR folgende Kreise:

In den Landkreisen dürfen Ungeimpfte ihre Wohnungen ab Montag zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Als Beispiele hierfür nannte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl gegenüber dem SWR medizinische Notfälle und Arbeitsgründe. In einem Schreiben an die Gesundheitsämter sei die neue Regelung angewiesen worden.

Baden-Württemberg verschärft Corona-Regeln in Hotspots

Zudem wird der Zutritt zu beispielsweise Gastronomie, Hotels (mit Ausnahme von Geschäftsreisenden) und Einzelhandel von Montag an ausschließlich immunisierten - also Geimpften und Genesenen - Besuchern und Kunden gestattet. Ausgenommen von dieser Zutrittsbeschränkung sind Geschäfte und Märkte, die der Grundversorgung dienen wie Lebensmittelmärkte, Apotheken, Tank- und Poststellen, Paketdienste und Banken sowie Betriebe von körpernahen Dienstleistungen.

Offen ist aktuell, ob die Regel für weitere Kreise kommen könnte. Falls die Entwicklung so bleibe, sei die Antwort ja, so Lahl weiter. Denn das Ziel sei es, die vierte Welle so schnell wie möglich zu brechen.

„Die Ursache dieser vierten Welle sind die Nicht-Geimpften“, erklärt Lahl die neue Regelung.

Corona-Alarm in Baden-Württemberg: Deutliche Regelverschärfung für Jüngere

Im Südwesten sollen darüber hinaus von kommenden Mittwoch an nochmal deutlich schärfere Corona-Einschränkungen vor allem für jüngere Ungeimpfte gelten. Die grün-schwarze Regierung plant die 2G-Regel (genesen oder geimpft) nun auch für 12- bis 17-Jährige einzuführen, was auch für viele Familien weitreichende Konsequenzen haben dürfte. Außerdem sind Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Corona-Hotspots vorgesehen. Die neue Corona-Verordnung wird derzeit erarbeitet.

Schon seit Mittwoch gilt im Südwesten die Corona-Alarmstufe, bei der Ungeimpfte von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Kinos, Museen, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Auch wer in Restaurants oder Cafés nur einen negativen Test vorweisen kann, muss draußen bleiben. Seit Mittwoch müssen Schüler und Schülerinnen wieder Masken am Platz tragen. Zudem gelten Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Sie dürfen sich allein oder als Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen.

Deutschlandweit stieg die RKI-Inzidenz am Sonntag auf ein neues Rekordhoch. (rjs/dpa)

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