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#refugeeswelcome-Tweet

Kunde hetzt gegen Flüchtling - Bäcker wird für Reaktion gefeiert

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Alzey - Rassisten, ihr kommt hier nicht rein. Eine Bäckereikette in Rheinland-Pfalz hat via Twitter ein Hausverbot ausgesprochen. Das war nötig: Ein Kunde hatte gegen den Praktikanten gehetzt, einen Flüchtling aus Syrien. 

Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete die Bäckerei Brand das Hausverbot - mit dem Hashtag #refugeeswelcome (Flüchtlinge sind willkommen). Für diese Botschaft hat der Betrieb mehr als 2700 "Herzchen" (das sind die Favorisierungen eines Tweets) und mehr als 1100 Retweets gesammelt (Stand: 16. März, 11 Uhr). 

Spiegel Online hat den Geschäftsführer Klaus Brand (46) interviewt, der die Nachricht am Freitag getwittert hat. Er erklärte, der Kunde habe einen Zettel gelesen, der auf der Schaufensterscheibe der Bäckerei Brand in Alzey klebte. Darauf stand, dass ein syrischer Flüchtling sein Praktikum im Betrieb macht. "Daraufhin hat der Kunde sich bei meiner Mitarbeiterin lauthals beschwert. Wenn wir schon Flüchtlinge beschäftigten, sollten wir doch unsere Backwaren gefälligst nur noch an Asylanten verkaufen, soll er gerufen haben", sagt Brand. Danach habe der Kunde den Laden verlassen und Brand in der Firmenzentrale angerufen. Der Mann habe lauter rassistisches Zeugs von sich gegeben. "Ich habe noch versucht, ihm seinen Quatsch auszureden, aber es war sinnlos", sagt Brand. 

Er sei schockiert, dass ein Rassist ihn "regelrecht erpressen" wollte. Von fremdenfeindlichen Menschen lasse er sich nicht unter Druck setzen, so der Bäcker.

Dem Interview zufolge hat er erst einmal zuvor ein Hausverbot erteilt. Damals hatte ein angetrunkener Kunde in einer Filiale randaliert und Angestellte beleidigt. 

Dass der Tweet der Bäckerei Brand beste Werbung ist, weiß er, stellt aber klar, das nicht eingeplant zu haben. Er habe nur seine Wut über das ungeheuerliche Benehmen des Kunden loswerden müssen.

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sah

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