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Das Drama zwischen der Deutschen Bahn und einer enttäuschten Kundin geht weiter

Brach die DB ihr Versprechen?

Nächster Akt im Bahn-Liebesdrama

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Jüterbog - Der Abschiedsbrief einer enttäuschten Bahn-Kundin wurde kürzlich zum Internet-Hit. Das Unternehmen gelobte Besserung - doch nun steht die Liebesbeziehung erneut auf der Kippe.

Eine enttäuschte Liebe, eine charmante Entschuldigung und eine zweite Chance: Der humorvolle Schriftwechsel zwischen der Deutschen Bahn und einer Kundin hatte alle Zutaten einer guten Daily Soap. Nach jahrelanger Geduld hatte "Franzi Do" genug von den ständigen Pannen im öffentlichen Schienennahverkehr. Sie drohte dem Unternehmen über Facebook, Schluss zu machen und mit jemand Neuem anzubandeln - sein Name: Opel. Die Bahn antwortete unerwartet humorvoll und gelobte Besserung. Die beiden wollten es noch einmal miteinenander versuchen. Doch jetzt steht die Beziehung möglicherweise vor dem endgültigen Aus.

Geschrieben hatte die 25-Jährige Franziska Dobers den Abschiedsbrief, nachdem sie in einer unbeheizten Wartehalle des Bahnhofs im heimatlichen Jüterbog (Brandenburg) eine Dreiviertelstunde frierend auf ihren Zug warten musste. Doch dieser kam, ebenso wie eine erklärende Durchsage, nie. "Eine Zumutung", findet die Mutter von zwei Kindern im Interview mit der Märkischen Allgemeinen. Wie sich aber jetzt herausstellte, wird sich an der Situation wohl nichts ändern. Ein DB-Sprecher erklärte der Zeitung, die Bahnhofshalle würde verschlossen, nachdem Randalierer dort Verunreinigungen hinterlassen hätten. Sollte also das nächste Mal ein Zug Verspätung haben oder ganz ausfallen, ist wieder Bibbern angesagt. Dabei hatte das Unternehmen doch versprochen, er werde Franzis Bedürfnisse ab sofort ernster nehmen!

Sie lebt jetzt eine offene Dreierbeziehung

Dobers ist enttäuscht, auch die Gratistickets, die ihr der Konzern schuldbewusst hatte zukommen lassen, können sie da nicht besänftigen. Tröstlich ist nur, dass sie jetzt nicht mehr auf die Bahn angewiesen ist. „Wir befinden uns jetzt in einer offenen Dreierbeziehung“, erzählt die junge Frau lachend der Märkischen Allgemeinen. Die Marke des Kleinwagens will sie nicht verraten, denn auch Opel-Rivale Renault hatte ihr auf Facebook werbewirksam schöne Augen gemacht. "Aber alle wissen voneinander und akzeptieren die vorübergehende Einigung."

Für die Beteiligten hat sich die öffentliche Paartherapie jedenfalls gelohnt. Die Bahn bekam viel Lob für ihren charmanten Umgang mit der Kundin, Franzi selbst erhielt ein Job-Angebot als Texterin. Ein PR-Gag sei die Geschichte aber nicht gewesen, versichert die 25-Jährige. "Ich bin echt und ich freue mich, dass ich allen Bahnkunden ein klein wenig Gehör verschaffen konnte.“ 

hn

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