Bahn weist Verspätungs-Analyse der Stiftung Warentest zurück

Berlin - Die Deutsche Bahn hat eine Analyse der Stiftung Warentest zu Zugverspätungen als irreführend zurückgewiesen. In der Stichprobe der Tester seien nur zehn Prozent der täglich verkehrenden Züge über eine Spanne von gut 30 Tagen untersucht worden, was nicht repräsentativ sei, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Im gesamten Personenverkehr von der S-Bahn bis zum Fernzug habe die Pünktlichkeit 2007 bei «deutlich über 90 Prozent» gelegen. Anschlüsse seien zu mehr als 93 Prozent erreicht worden. Die Stiftung hatte die Ankunftszeiten von 94 000 Zügen ausgewertet und festgestellt, im Fernverkehr sei «das Ausmaß der Verspätungen besorgniserregend». Demnach hatte gut ein Drittel der Fernzüge vier oder mehr Minuten Verspätung.

Laut der Stiftung hatte gut ein Drittel der Fernzüge vier oder mehr Minuten Verspätung. Jeder siebte Fernzug sei mehr als zehn Minuten später angekommen als geplant. Bei Verspätungen habe in Tests zudem jeder vierte Anschlusszug nicht erreicht werden können.

Besonders groß sei das Verspätungsrisiko im abendlichen Berufsverkehr sowie an Wochenenden gewesen, teilte die Stiftung mit. Am unpünktlichsten waren Züge der Überprüfung zufolge in Dresden, Hamburg und Köln. Am besten sei der Fahrplan in Leipzig eingehalten worden. In der Studie wurden Züge ab vier Minuten über Fahrplan als verspätet gewertet. Die Bahn selbst setzt diese Schwelle bei fünf Minuten an. Im Luftverkehr gelten Flugzeuge dagegen erst bei Verspätungen von 15 Minuten und mehr als unpünktlich.

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