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Immer wieder gerät das Gefängnis „Las Cruces“ in Mexiko in die Schlagzeilen. Nun endete dort ein Streit zwischen zwei Banden in einem Blutbad.

„Hier regiert die Mafia“

Bandenkrieg in mexikanischen Gefängnis eskaliert: 28 Tote

Ein Streit zwischen zwei rivalisierenden Banden, hat in dem berüchtigten Gefängnis „Las Cruces“ in Mexiko zu einem Massaker geführt. 28 Häftlinge wurden dabei getötet.

Acapulco - Bei einem Bandenkrieg in einem Gefängnis der mexikanischen Küstenstadt Acapulco sind 28 Häftlinge getötet worden. Mindestens vier der Gefangenen wurden enthauptet, wie ein Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens in der Nacht zum Freitag sagte. Zur Niederschlagung der brutalen Auseinandersetzungen im berüchtigten Gefängnis Las Cruces wurden Polizei und Armee mobilisiert, auch zwei Hubschrauber waren im Einsatz.

Ermittlungen gegen drei Gefängniswärter und elf Gefangene in Acapulco

Nach dem Bandenkrieg mit 28 Toten in einer mexikanischen Haftanstalt wird gegen drei Gefängniswärter und elf Insassen ermittelt. Den drei Wärtern werde vorgeworfen, die Angriffe auf rivalisierende Gefängnisinsassen möglich gemacht zu haben, erklärte der Gouverneur des Bundesstaates Guerrero im Südwesten des Landes, Héctor Astudillo, am Freitag (Ortszeit). Elf Gefangene seien als diejenigen ausgemacht worden, die das Massaker organisiert hätten. Nach Angaben des Gouverneurs wurden die meisten Gefangenen durch Stichwaffen sowie durch Stöcke und Steine getötet. Auch eine Schusswaffe sei im Spiel gewesen.

Die Leichen seien im Toilettenbereich "wie Müll abgelagert" worden, sagte der Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens. Drei Häftlinge wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Leichen wurden auch in der Küche, im Hof und einem Besucherbereich entdeckt. Rund 500 Häftlinge suchten im Innenhof des Gefängnisses Zuflucht.

„Hier regiert die Mafia“

"Der Auslöser war ein Dauerstreit zwischen rivalisierenden Gruppen innerhalb des Gefängnisses", sagte ein Sprecher des Bundesstaates Guerrero im Westen das Landes. "Hier regiert die Mafia", sagte eine Frau, die einen getöteten Angehörigen beklagte. "Wir leben in Furcht."

Während der blutigen Auseinandersetzungen waren auch Explosionen zu hören, die meisten Opfer wurden aber erschlagen oder erstochen, es wurden nur wenige Patronenhülsen gefunden.

Hunderte von Menschen versammelten sich vor der Haftanstalt, um sich nach dem Wohlergehen ihrer Angehörigen zu erkundigen. "Wir sind wütend", sagte ein 66-jähriger Maurer. "Wir wissen nicht, ob unsere Angehörigen noch leben." Es sei "unerträglich", dass sich solche Vorfälle ereigneten.

Acapulco war einst ein glamouröser Badeort

In Mexikos überfüllten Gefängnissen kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Acapulco, einst ein glamouröser Badeort, wird seit Jahren von Gewalt zwischen rivalisierenden Drogenbanden erschüttert.

Die Missstände in den mexikanischen Haftanstalten gerieten auch in die Schlagzeilen, als es dem Drogenboss Joaquín Guzmán alias "El Chapo" in den Jahren 2001 und 2015 gelang auszubrechen. Guzmán wurde schließlich erneut festgenommen und zur Verurteilung an die USA ausgeliefert.

afp

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