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Die „Bandidos“.

Wegen Jadens Stiefvater

„Bandidos“-Mitglieder bei der Trauerfeier für Herne-Opfer

Herne - An der Trauerfeier in Herne für die beiden Mordopfer Jaden und Christopher haben auch Rocker der Gruppierung „Bandidos“ teilgenommen.

Sie fuhren am Mittwoch mit Motorrädern vor, etwa zehn erschienen in Kutte. Der Stiefvater von Jaden ist nach Angaben des Anwalts der Familie, Reinhard Peters, Mitglied der „Bandidos“ in Essen.

Die Trauerfeier für die beiden Mordopfer fand am Mittwochnachmittag unter großer Anteilnahme statt. Hunderte Menschen waren in die Herner Herz-Jesu-Kirche gekommen. Der 19 Jahre alte Marcel H. hatte in der vergangenen Woche gestanden, den neunjährigen Nachbarsjungen Jaden sowie seinen 22 Jahre alten Bekannten Christopher getötet zu haben.

Pfarrer ermutigt zu gegenseitigem Trost

Der evangelische Pfarrer Reiner Rimkus ermutigte in seiner Rede die Trauernden, sich gegenseitig zu trösten. „Einander umgeben, einander umarmen - das tut gut, da fließt Trost - etwas Helles inmitten des Dunkels“, sagte Rimkus am Mittwoch. „Von anderen kommt uns Kraft zu, die wir gerade selbst nicht haben, aber so nötig brauchen.“ An Gott gerichtet sagte er: „Gib uns Mut, an der Hoffnung festzuhalten, dass da ein Weg sein wird, den wir gehen können.“ Rimkus verwies auf die christliche Hoffnung, dass der Tod besiegt ist. Elend und Trauer hätten nicht die letzte Macht.

In dem Gottesdienst brachten Schüler von Jadens Schule Kartons in den Altarraum, auf die sie ihre Gefühle geschrieben hatten. „Angst“, „Wut“, „Traurigkeit“ und „Unsicherheit“ war darauf zu lesen.

Mehrere hundert Menschen nahmen an dem ökumenischen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche teil, darunter Angehörige, Freunde und Nachbarn der Getöteten. Über Lautsprecher wurde die Feier auf den Vorplatz übertragen.

dpa

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