Urteil von Kriegsverbrechertribunal

Bangladesch: Brite und US-Bürger zum Tode verurteilt

Dhaka - Ein Kriegsverbrechertribunal in Bangladesch hat einen Briten und einen US-Bürger wegen Vergehen während des Unabhängigkeitskrieges 1971 in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Das Gericht in der Hauptstadt Dhaka sprach den Briten Chowdhury Mueen-Uddin und den US-Bürger Ashrafuzzaman Khan am Sonntag in allen elf Anklagepunkten schuldig und verurteilte sie zum Tod durch den Strang. Ihnen wird der Mord an 18 Intellektuellen während des Konflikts vorgeworfen.

"Es wird keine Gerechtigkeit geben, wenn sie nicht die Höchststrafe bekommen", sagte der Vorsitzende Richter Obaidul Hassan in seiner Urteilsbegründung in dem voll besetzten Gerichtssaal. Mit dem Todesurteil folgten die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die beiden Angeklagten waren nach dem Unabhängigkeitskrieg in Bangladesch zunächst nach Pakistan geflohen. Dort waren sie laut Anklage Mitglieder der Kommandozentrale der Al-Badr-Miliz, die in dem Krieg die pakistanischen Streitkräfte unterstützte. In ihren neuen Heimatländern Großbritannien und USA haben sich die beiden Verurteilten, die über 60 Jahre alt sind, inzwischen ein neues Leben aufgebaut.

Im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitskrieg von 1971, der zur Loslösung Bangladeschs von Pakistan führte, verurteilte das Kriegsverbrechertribunal in Dhaka inzwischen insgesamt zehn Menschen, sieben davon zum Tod durch den Strang. Die meisten der Verurteilten waren Anführer der größten islamistischen Partei des Landes, Jamaat-e-Islami. Gegen acht weitere Angeklagte laufen noch die Verfahren.

Die Prozesse lösten in Bangladesch gewaltsame Ausschreitungen aus, bei denen seit Januar mindestens 150 Menschen getötet wurden. Jamaat wirft der Justiz vor, die Urteile seien politisch motiviert. Die Regierung sieht die Verfahren als Notwendigkeit, um einen Schlussstrich unter dieses düstere Kapitel der Geschichte zu ziehen.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau (26) geht schwimmen - aber überschätzt sich! Freundin muss den Horror mitansehen
Eine 26-Jährige geht bei schönem Wetter schwimmen: Dann passiert ein Unglück und ihre Freundin muss den Horror mitansehen!
Frau (26) geht schwimmen - aber überschätzt sich! Freundin muss den Horror mitansehen
Zahl der Waldbrände in Schweden zurückgegangen
Stockholm (dpa) - Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist deutlich zurückgegangen - die vier größten wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm wüten allerdings …
Zahl der Waldbrände in Schweden zurückgegangen
Mann schwimmt an FKK-Strand - dort sieht er eine 49-Jährige, dann passiert das Grausame
Am FKK-Strand des Miramar hat es eine Vergewaltigung gegeben: Eine 49-Jährige war das Opfer. Jetzt gibt es grausame Details zur Tat.
Mann schwimmt an FKK-Strand - dort sieht er eine 49-Jährige, dann passiert das Grausame
Museum oder Nationalpark: Neuer Zoff nach dem Höhlen-Drama in Thailand
Alle 13 Eingeschlossenen sind aus der Höhle gerettet worden. Elf der Jungen werden für neun Tage in ein buddhistisches Kloster eintreten. Der News-Ticker:
Museum oder Nationalpark: Neuer Zoff nach dem Höhlen-Drama in Thailand

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion