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Die Japanische Zentralbank in Tokio (Archivbild). Die japanische Zentralbank greift den Banken in der Katastrophenregion mit Milliarden-Krediten unter die Arme.

Bank von Japan gewährt Milliarden-Kredite gegen Krise

Tokio - Die japanische Zentralbank greift den Banken in der Katastrophenregion mit Milliarden-Krediten unter die Arme.

Zum Abschluss zweitägiger Beratungen beschlossen die Währungshüter am Donnerstag ein Kreditprogramm für betroffene Banken in Höhe von bis zu einer Billionen Yen (8,2 Milliarden Euro). Die Kredite sind zu lediglich 0,1 Prozent verzinst und laufen über ein Jahr. Sie sollen den Instituten in der Region ermöglichen, von der Krise betroffene Firmen mit frischem Geld zu versorgen. Die Zentralbank beschloss zudem einstimmig, den Leitzins unverändert bei nahe Null zu belassen.

In einigen Gegenden sei die Produktion beeinträchtigt worden, teilte die Bank von Japan weiter mit. Es bestehe die Notwendigkeit, ausreichende Finanzierungskapazitäten von Banken in der Katastrophenregion bereitzustellen. Sie senkte denn auch ihre allgemeine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Landes. Japans Wirtschaft sei in Folge der Katastrophe unter starken Abwärtsdruck geraten, vor allem im Produktionssektor. Daran werde sich auch vorerst nichts ändern. Die nächste Sitzung des Zentralbankrates ist für den 28. April angesetzt.

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Wie die Regierung unterdessen weiter mitteilte, stiegen Japans Währungsreserven im März um 2,2 Prozent auf den bisher zweithöchsten Stand von 1,116 Billionen Yen. Ein Grund für den Anstieg sind Japans verstärkte Aufkäufe von Fremdwährungen, um den Yen zu schwächen. Ein starker Yen macht Japans wichtige Exporte teurer. Die Währungsreserven erhöhten sich erstmals seit fünf Monaten.

dpa

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