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Der Banker war auf der Tastatur eingeschlafen und hatte eine Überweisung versehentlich auf 222 Millionen erhöht.

Aus 62 wurden 222.222.222,22 Euro

Auf Tastatur gepennt: Banker überweist Millionen

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Frankfurt/Main - Statt 62,40 Euro hat ein Banker in Hessen 222 Millionen überwiesen, nachdem er versehentlich auf seiner Tastatur eingenickt war. Das kam vor allem seine Kollegin teuer zu stehen.

Ein kurioser Fall beschäftigt derzeit das Arbeitsgericht Frankfurt am Main und das Hessische Landesarbeitsgericht. Einer 48 Jahre alten Bankangestellten wurde fristlos gekündigt, weil sie Anfang April 2012 einen fatalen Fehler ihres Arbeitskollegen übersehen hatte. Dieser drückte bei einem Sekundenschlaf auf seiner Tastatur versehentlich die Taste "2" und änderte damit die Überweisung eines Rentners von 62,40 Euro in satte 222.222.222,22 Euro.

Wie das Hessische Landesarbeitsgericht mitteilt, war sie als Sachbearbeiterin im Zahlungsverkehr für die Überprüfung von Überweisungen verantwortlich, übersah aber den überhöhten Betrag auf der Überweisung. Grund dafür war offenbar das enorme Arbeitspensum an diesem Tag. Nach Angaben des Gerichts prüfte sie damals 603 Belege innerhalb von weniger als 1,4 Sekunden, 105 Belege innerhalb von 1,5 bis 3 Sekunden und nur 104 Belege in mehr als 3 Sekunden. Die Bank warf der Angestellten daraufhin die vorsätzliche Täuschung vor, weil sie die Belege ungeprüft freigegeben habe. Später fiel der "Zahlendreher" bei einer systeminternen Überprüfung zwar auf und wurde korrigiert, für die 48-Jährige, die bereits seit 26 Jahren für die Bank arbeitete, folgte dennoch die Kündigung. 

Die Frau setzte sich gerichtlich zur Wehr und bekam Recht. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main und in späterer Instanz das Hessische Landesarbeitsgericht konnten keine vorsätzliche Schädigung des Arbeitgebers oder eine vorsätzliche Manipulation des Arbeitsablaufs erkennen, so die Mitteilung von Montag (Az. 9 Sa 1315/12). Statt einer Kündigung wäre nach Ansicht des Gerichts lediglich eine Abmahnung zumutbar gewesen. Auch eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses wurde vom Hessischen Gericht abgewiesen.

vh

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