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Polizeibeamte sperrten in der Nacht den Tatort ab.

Ganoven sprengen Geldautomaten

Bankraub und Schießerei in Magdeburg

Magdeburg - In Magdeburg ist es zu einer Schießerei zwischen Bankräubern und der Polizei gekommen. Die Gangster waren bei der Sprengung eines Geldautomaten erwischt worden.

Extrem brutal sind Bankräuber in der Nacht zum Freitag in Magdeburg in Sachsen-Anhalt vorgegangen. Um an das Geld in dem Automaten einer Bankfiliale zu kommen, lösten die Täter kurz nach 3.00 Uhr eine enorme Sprengung aus. „Es sieht hier aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen“, sagte Polizeisprecher Andreas von Koß am Freitag.

Beamte, die zufällig in der Nähe des Tatorts waren, überraschten die Täter offenbar. Die Räuber hätten dann sofort das Feuer eröffnet, hieß es. Die Beamten schossen zurück. Anschließend flüchteten die Täter in einem dunklen Wagen. Nach ihnen wird gefahndet. Von Koß sagte, dass keine Beamten verletzt worden seien. Allerdings stünden sie unter Schock und würden betreut.

Der kleine Raum in einer Ladenzeile sei zu großen Teilen zerstört: Wände seien gerissen, Scheiben zerstört. Ermittler des Landeskriminalamts hätten Geldscheine gefunden. Wie viel die Täter erbeutet haben, sei bislang unklar. Weil es möglich ist, dass einer der Räuber verletzt wurde, telefonierte die Polizei am Freitag alle Krankenhäuser in der Umgebung ab.

Auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera konnte die Täter nicht ausfindig machen. Es wurde eine bundesweite Großfahndung eingeleitet. Die Polizei bat Zeugen um Hinweise, die das Fluchtauto auf dem Weg Richtung Autobahn 2 oder auf der Autobahn gesehen haben. Die Ermittler gehen von mindestens zwei Tätern aus.

Von Koß sagte, Sprengungen von Geldautomaten habe es in den zurückliegenden Monaten immer wieder in den ländlichen Gebieten des Bundeslandes gegeben. Dabei gingen die Täter mehr oder weniger brutal vor. „In dieser Art und Weise hatten wir das aber noch nicht“, sagte er.

dpa

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