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Wie die Designerin, so ihre Puppe: Die Nigerianerin Haneefah Adam kleidet die Barbie mit Kopftuch.

In neuem Outfit

Designerin kreiert Barbie mit Kopftuch

Nigeria - Die Seite der jungen Nigerianerin Haneefah Adam ist erst seit ein paar Wochen bei Instagram online. Mittlerweile folgen ihr über 27.000 Nutzer. Warum? Adam stellt dort die Hijarbie vor - eine Barbie mit Kopftuch.

Es ist nicht lange her, als Barbie von Hersteller Mattel ein neues Makeover erhielt. Angepasst an die Realität hat diese nun zum Teil ein Bäuchlein oder trägt auch mal Undercut. Jetzt gibt es die nächste Neuerung: die muslimische Barbie-Variante namens Hijarbie. Diese gibt es nicht wie die anderen Kult-Puppen im Sortiment von Mattel. Es ist ein Projekt der nigerianischen Modebloggerin Haneefah Adam. Vor einigen Wochen hat sie ihre Idee auf Instagram veröffentlicht und schon über 27.000 Nutzer, die der Hijarbie folgen.

Die Kopftuch-Barbie gibt es in verschiedenen Variationen.

Sie ist modern gekleidet, trägt bunte Farben - und eben ein Kopftuch. Adam ist 24 Jahre alt und Designerin. Die Idee einer Barbie mit Kopftuch kam ihr in den Sinn, als sie auf Instagram die verschiedenen Barbie-Sytles unter die Lupe nahm. Gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtenportal CNN sagt Adam: "I thought I had not seen Barbie dressed in a hijab before so I decided to open an Instagram account and dressed Barbie up in the clothes that I made." (auf deutsch: Ich dachte, ich habe vorher noch nie eine Barbie mit Kopftuch gesehen. Also entschied ich, einen Instagram Account anzulegen und kleidete Barbie mit den Klamotten, die ich gemacht habe.)

Schon nach kurzer Zeit folgten der afrikanischen Designerin eine Menge Leute. Neu ist ihre Idee aber nicht. Bereits 2003 entwarf ein syrisches Unternehmen die "Fulla", eine Barbie mit weniger Oberweite als das US-amerikanische Pendant und Mantel mit Kopftuch. Adams Design ist also keine absolute Neuerung - aber modern umgesetzt.

Im Netz stößt die junge Nigerianerin damit auf geteilte Meinungen. Ihre Instagram-Fans sind von ihrer Barbie-Idee begeistert. In anderen sozialen Netzwerken wie Facebook hagelt es Kritik. Gabriele B. schreibt dort: "Die Unterwerfung nimmt kein Ende, gute Nacht, das war es mit unserer Kultur mit den Werten Europas." Kommentare wie dieser finden sich viele.

Aber auch positive Meinungen gibt es zur Hijarbie auf Facebook. Beispielsweise Kassandra B. findet: "Solange nicht alle Barbies so aussehen müssen, ist das ja nicht schlimm, und für muslimische Kinder bestimmt auch ganz interessant." Nach Barbies mit Untergewicht, gibt es jetzt eben welche mit Undercut, mit blauen Haaren, kleine und dicke -  und eben auch eine muslimische Version.

nip

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