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Nicht alle Barbie-Puppen sind künftig groß und schlank.  

Klein, groß oder kurvig

Revolution: Barbie läuft zu neuen Formen auf

El Segundo - 56 Jahre lang gab die Barbie-Puppe ein stereotypes weibliches Körperideal vor, das rund um die Welt millionenfach in die Kinderzimmer einzog. Das hat jetzt ein Ende.

Die Barbie-Puppe, eines der am meisten verkauften Spielzeuge der Welt, gibt es neben dem ultraschlanken Original nun auch in den Bezeichnungen „kurvig“, „groß“ und „klein“. Der Chef des US-Spielzeugherstellers Mattel, Richard Dickson, teilte am Donnerstag im kalifornischen El Segundo mit, Mattel wolle "mit der Zeit gehen": "Barbie steht für die Welt, wie Mädchen sie sehen.“

Die Barbie, von der sich angeblich in fast jedem US-amerikanischen Kinderzimmer ein Exemplar befindet, gibt es seit vergangenem Jahr auch in sieben verschiedenen Hauttönen. Dazu kommen 22 Augenfarben und zwei Dutzend Frisuren. Die für Barbie zuständige Mattel-Managerin Evelyn Mazzocco sagte zu den neuen Maßen: „Wir haben die Verantwortung, Mädchen und Eltern eine breitere Auffassung von Schönheit zu präsentieren.“

Zuletzt hatte Mattel mit erheblichen Umsatzschwierigkeiten zu kämpfen, er sank zwischen 2012 und 2014 um 20 Prozent. Die Neuerung ist für Mattel nicht ohne Risiko. Die Figur des Originals ist seit 1955 unverändert. Da jede Menge Kleidung und Accessoires nicht zu den neuen Körpermaßen passen werden, schaltet das Unternehmen nach Informationen von „Time“ eine eigene Hotline. 

Die Figur der Puppe und das damit transportierte Schönheitsideal sind oft diskutiert worden. Die völlig uniforme blonde und blauäugige Barbie-Puppe wurde schon seit Jahrzehnten in Frage gestellt. Im Jahr 1980 kam eine "schwarze Barbie" mit Afro-Look heraus. 

Ende 2014 ging der Grafikdesigner Nickolay Lamm mit seiner "Anti-Barbie" namens Lamilly an den Start. Sie hat eine durchschnittliche Figur und kann sogar mit Cellulite, Schwangerschaftsstreifen und Pickeln ausgestattet werden.

dpa/afp

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