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Deutscher in Barcelona zerstückelt - Leichenteile in Müllcontainer entdeckt

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Von: Markus Hofstetter

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Polizisten in Barcelona
Polizisten patrouillieren durch Barcelona (Archivfoto) © Matthias Balk/dpa/picture alliance

Ein in Barcelona lebender Deutscher vermietete immer wieder Zimmer seiner Wohnung an andere Personen unter. Das könnte ihm zum Verhängnis geworden sein.

Barcelona - Am Dienstag vor einer Woche (29. November) machte ein Schrotthändler in einem Müllcontainer in Barcelona, der in einer belebten Straße im Nobelviertel Eixample stand, einen schrecklichen Fund. In einem Koffer entdeckte er Teile einer zerstückelten Leiche. Bei dem Toten soll es sich laut der spanischen Zeitung La Vanguardia um einen Deutschen handeln, der seit mehreren Jahren in Barcelona lebte. Demnach wohnte der 50-jährige Mann zur Miete im siebten Stock des Hauses, vor dem der Container stand.

Leichenteile eines Deutschen in Barcelona entdeckt: Tatverdächtige wohnten zur Untermiete bei Opfer

Bereits wenige Tage später, am Freitag dem 2. Dezember, wurden zwei Tatverdächtige verhaftet. Dabei handle es sich um einen 31-jährigen Ukrainer und einen 51-jährigen Iren, teilte die katalanische Polizei Mossos d‘Esquadra am Montag mit. Die beiden Männer sollen erst seit kurzem bei dem Getöteten zur Untermiete gewohnt haben.

In der Wohnung habe man „verschiedene Hinweise gefunden, die diesen Ort mit dem möglichen gewaltsamen Tod in Verbindung bringen“, teilte die Polizei mit. Die Tatverdächtigen sollen den Oberkörper und weitere Leichenteile in einen Koffer gesteckt haben und diesen in den Container geworfen haben. Aus welcher Region in Deutschland der Mann stammte, ist nicht bekannt.

Leichenteile eines Deutschen in Barcelona entdeckt: Opfer soll Probleme mit Hausverwalter gehabt haben

Die beiden Verdächtigen wurden am Montag einer Richterin vorgeführt. Diese ordnete Untersuchungshaft für den 51-Jährigen an, wie die katalanische Justiz am Abend mitteilte. Der jüngere Mann, der laut La Vanguardia erst seit zwei Wochen in dem Haus wohnte, sei unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, hieß es. Ihm sei aber der Reisepass abgenommen worden. Er dürfe Spanien nicht verlassen und müsse sich regelmäßig bei den Justizbehörden in Barcelona melden.

Über den mutmaßlich ermordeten Deutschen ist wenig bekannt. Die Hausmeisterin des Gebäudes sagte der La Vanguardia, dass er ein „sehr diskreter und freundlicher Mann“ gewesen sei. Es habe aber Probleme mit dem Hausverwalter gegeben, weil er immer wieder Zimmer seiner Wohnung an andere Personen untervermietet habe.

Die Entdeckung der Leiche habe die Bewohner der Straße in große Aufregung und Sorge versetzt, schrieb die spanische Zeitung. Nach den Festnahmen herrsche Erleichterung. Zum möglichen Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekannt.

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