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Brand auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen. Foto: Einsatzreport Südhessen/Archiv

Fehler bei Wartungsarbeiten

BASF-Unglück vermutlich wegen Schnitt in falsche Rohrleitung

Das BASF-Unglück mit drei Toten und vielen Verletzten war möglicherweise die Folge eines Fehlers bei Wartungsarbeiten. Der mutmaßliche Urheber wurde selbst schwer verletzt.

Frankenthal/Ludwigshafen (dpa) - Das tödliche Explosionsunglück bei der BASF ist möglicherweise durch fehlerhaftes Anschneiden einer Leitung für brennbare Stoffe ausgelöst worden.

An einer Rohrleitung am Unglücksort sei ein Einschnitt entdeckt worden, der vermutlich durch eine Trennscheibe verursacht worden sei, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Der mutmaßliche Verursacher sei Mitarbeiter einer Fremdfirma. Der Mann liege schwer verletzt im Krankenhaus und sei derzeit nicht vernehmungsfähig. Bei dem Unglück starben drei Menschen, 30 wurden verletzt.

Nach Angaben der Ermittler liefen zum Zeitpunkt des Unglücks an einer benachbarten Leitung Wartungsarbeiten mit einem Winkelschleifer. Die Rohrleitung, durch die brennbares Raffinat floss, gehörte den Angaben zufolge nicht zum Wartungsauftrag der Fremdfirma.

Die Untersuchungen sollen sich nun auf den Ablauf der Wartungsarbeiten und die davor ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen konzentrieren, hieß es. BASF-Vorstandschef Kurt Bock kündigte unterdessen eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen und neue Investitionen in diesem Bereich an.

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