+
Brand auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen. Foto: Einsatzreport Südhessen/Archiv

Fehler bei Wartungsarbeiten

BASF-Unglück vermutlich wegen Schnitt in falsche Rohrleitung

Das BASF-Unglück mit drei Toten und vielen Verletzten war möglicherweise die Folge eines Fehlers bei Wartungsarbeiten. Der mutmaßliche Urheber wurde selbst schwer verletzt.

Frankenthal/Ludwigshafen (dpa) - Das tödliche Explosionsunglück bei der BASF ist möglicherweise durch fehlerhaftes Anschneiden einer Leitung für brennbare Stoffe ausgelöst worden.

An einer Rohrleitung am Unglücksort sei ein Einschnitt entdeckt worden, der vermutlich durch eine Trennscheibe verursacht worden sei, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Der mutmaßliche Verursacher sei Mitarbeiter einer Fremdfirma. Der Mann liege schwer verletzt im Krankenhaus und sei derzeit nicht vernehmungsfähig. Bei dem Unglück starben drei Menschen, 30 wurden verletzt.

Nach Angaben der Ermittler liefen zum Zeitpunkt des Unglücks an einer benachbarten Leitung Wartungsarbeiten mit einem Winkelschleifer. Die Rohrleitung, durch die brennbares Raffinat floss, gehörte den Angaben zufolge nicht zum Wartungsauftrag der Fremdfirma.

Die Untersuchungen sollen sich nun auf den Ablauf der Wartungsarbeiten und die davor ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen konzentrieren, hieß es. BASF-Vorstandschef Kurt Bock kündigte unterdessen eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen und neue Investitionen in diesem Bereich an.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vermisste Tramperin Sophia L. offenbar in Oberfranken getötet
Seit mehr als einer Woche wird die 28-jährige Sophia L. vermisst. Einem spanischen Medienbericht zufolge wurde jetzt ihre Leiche an einer Tankstelle gefunden. Polizei …
Vermisste Tramperin Sophia L. offenbar in Oberfranken getötet
Mann fuhr mit Kleinbus vor Kathedrale: Kölner Dom evakuiert
Ein Mann fährt mit einem Transporter direkt vor den Kölner Dom und läuft mehrmals in das weltberühmte Gotteshaus. Die Sicherheitskräfte wollen kein Risiko eingehen: Der …
Mann fuhr mit Kleinbus vor Kathedrale: Kölner Dom evakuiert
Schicksal von vermisster Sophia L. Tramperin weiter offen
Im Baskenland wird eine Frauenleiche gefunden. Doch noch steht nicht fest, ob es sich um die vermisste Sophia L. aus Leipzig handelt.
Schicksal von vermisster Sophia L. Tramperin weiter offen
Eine neue Ära in Saudi Arabien? Frauen dürfen jetzt ans Steuer
Frauen dürfen nun endlich Autofahren in Saudi Arabien. Das erlaubt eine Reform von Kronprinz Mohammed bin Salman, der den Ölstaat liberalisieren will.
Eine neue Ära in Saudi Arabien? Frauen dürfen jetzt ans Steuer

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.