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Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe darf ihre Oma besuchen

Für einen Tag

Zschäpe darf Oma in Gera besuchen

Gera - Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe darf ihre Oma einen Tag lang in Gera besuchen. Ihre Anwälte argumentierten, dass dies ihr "letzlich einziges persönliches Bedürfnis" sei.

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe wird für einen Kurzbesuch ihrer Großmutter von der Justizvollzugsanstalt Köln nach Gera in Thüringen gebracht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll ihr damit ein eintägiger Besuch bei ihrer schwer kranken Großmutter ermöglicht werden, die als engste Bezugsperson der 38-Jährigen gilt. Wahrscheinlich wird Zschäpe nicht einmal in Gera übernachten. Wann der Besuch stattfindet, ist bislang noch nicht klar.

Die 89-jährige Großmutter ist nach einem "Focus"-Bericht dauerhaft reiseunfähig und kann ihre Enkelin weder in Köln noch in München besuchen, wo Zschäpe vom 17. April an vor Gericht steht. Laut dem Magazin stimmte das Oberlandesgericht München einem Antrag der Verteidiger Zschäpes auf Verlegung vom 24. Januar zu. Darin erklärten die Anwälte, ihre Mandantin habe das "dringende, letztlich einzige persönliche Bedürfnis", ihre schwer kranke Großmutter noch einmal zu sehen. Die 89-Jährige lag im Herbst 2012 mehrere Wochen im Krankenhaus. Vor wenigen Wochen wurde sie in Jena am Herzen operiert.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat eine dauerhafte Verlegung Zschäpes wegen Fluchtgefahr stets abgelehnt. Im Juni 2012 war Zschäpe jedoch auch ein streng überwachter Kurzbesuch in der JVA Gera genehmigt worden, damit sie ihre Familie treffen konnte. Sie muss sich von April an wegen Mittäterschaft bei den zehn Morden der rechtsextremistischen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) verantworten.

dpa

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