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Die scheidende Vorsitzende der EKD Synoden, Katrin Göring-Eckard (Grüne) erhält von Günther Beckstein (CSU) bei der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein Bild als Abschiedsgeschenk.

Ex-Bauministerin Schwaetzer gewinnt

Beckstein scheitert bei Wahl zum EKD-Vorsitz

Düsseldorf - Wahlkrimi in Düsseldorf: Nach dem Scheitern von Günther Beckstein und Brigitte Boehme wird Ex-FDP-Politikerin Schwaetzer neue Vorsitzende der EKD-Synode. Doch offene Fragen bleiben.

Die frühere FDP-Politikerin Irmgard Schwaetzer ist neue Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach einem ergebnislosen Wahlkrimi zwischen zwei anderen Bewerbern wurde die 71-Jährige am Sonntagabend bei der Jahrestagung des Kirchenparlaments in Düsseldorf mit breiter Mehrheit zur Nachfolgerin von Katrin Göring-Eckardt gewählt. Gegenkandidaten hatte sie nicht.

Zuvor traten der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU/69), der als Favorit galt, und die Bremer Juristin und frühere Kirchenpräsidentin Brigitte Boehme (73) gegeneinander an. In zwei Wahlgängen erreichten sie aber nicht die erforderliche Mehrheit. Beckstein - bisher Vize-Präses der Synode - erklärte daraufhin, er stehe für einen dritten Wahlgang nicht mehr zur Verfügung. Nach längeren Beratungen hinter den Kulissen verzichtete dann auch Boehme.

Die bisherige Synoden-Vorsitzende Göring-Eckardt hatte das Amt im September vorzeitig niedergelegt, weil sie sich ganz auf ihre Arbeit als Grünen-Fraktionschefin im Bundestag konzentrieren will. Beckstein war bereits 2009 mit dem Versuch gescheitert, an die Spitze des Kirchenparlaments zu kommen - damals unterlag er Göring-Eckardt.

Beckstein galt lange als einziger Kandidat für das herausgehobene Laienamt, Boehme kandidierte kurzfristig. Der CSU-Politiker ist in der evangelischen Kirche nicht unumstritten, weil er während seiner Zeit als bayerischer Innenminister als Hardliner in der Flüchtlingspolitik galt. Am Freitag hatte er nach Medienberichten den gegenwärtigen Kurs der EKD kritisiert und gefordert, sie müsse „frommer“ werden.

Schwaetzer war von 1982 bis 1984 FDP-Generalsekretärin und später auch stellvertretende Parteivorsitzende. Von 1987 bis 1991 war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt und dann bis 1994 Bauministerin. Sie engagiert sich in Berlin für die evangelische Kirche, ist Vorsitzende des Gemeindekirchenrates im Berliner Dom und gehört der EKD-Synode seit 2009 an. Ihre verkürzte Amtszeit dauert bis 2015.

Die 126 Delegierten des Kirchenparlaments vertreten 20 Landeskirchen mit rund 23,5 Millionen Gläubigen. Die Synode ist eines von drei EKD-Leitungsgremien. Die anderen sind der Rat und die Kirchenkonferenz.

dpa

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