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Die Mitarbeiter des THW beenden ihren Einsatz in Japan.

THW beendet Einsatz in Japan

Berlin - Das Technische Hilfswerks (THW) beendet seinen Einsatz in Japan. Es gebe praktisch keine Chance mehr, dass es in den Katastrophengebieten noch Überlebende gibt, so ein Sprecher.

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Das teilte ein Sprecher des THW am Dienstagmorgen in Bonn auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd mit. Die Suchaktion mache wegen des Zeitablaufs keinen Sinn mehr, erklärte er. THW-Einsatzleiter Klaus Buchmüller, der sich derzeit in Tokio aufhält, sagte in einm Telefoninterview des ARD-“Morgenmagazins“: “Wir haben feststellen müssen, dass es keine Verschütteten mehr gibt, die wir noch lebend retten können.“

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Die Beendigung des Einsatzes sei mit den japanischen Stellen abgestimmt und habe nichts zu tun mit Sicherheitsbedenken wegen radioaktiver Strahlung, erklärte Buchmüller. Er persönlich habe keine Angst vor Strahlung, “ich bin völlig entspannt“, sagte er, “wir sind hier in Tokio völlig sicher.“

Wann das Such- und Rettungsteam von der Stadt Tome rund 50 Kilometer nördlich von Sendai aus nach Deutschland zurückkehren wird, steht nach Angaben des THW-Sprechers in Bonn noch nicht fest.

Das zweite, aus fünf Einsatzkräften bestehende Team des THW soll vorerst in Japan bleiben. Es unterstützt nach Angaben des Pressesprechers die deutsche Botschaft bei der Koordinierung von Hilfe, bei Evakuierungen und mit technischer Beratung.

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Die deutschen Helfer des THW waren am Samstag nach Japan geflogen. Der Einsatzbereich der 41 Such- und Rettungskräfte mit drei Hunden war von den örtlichen Behörden bestimmt worden.Sie waren mit einer Schweizer Einheit unterwegs, die Messgeräte für atomare Gefahrenstoffe dabei hat. Nach Angaben des THW hatte die japanische Regierung die deutsche Bundesregierung um Hilfe geben. Nach Absprache zwischen Auswärtigem Amt und dem Bundesinnenministerium erfolgte der Einsatz. 99 Prozent der THW-Angehörigen arbeiten ehrenamtlich im THW, das dem Bundesinnenministerium untersteht.

dapd

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