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Der Elefant Baby hatte einen Rentner getötet.

"Baby" kommt in Safaripark unter

Zirkusdirektor: Tierschützer befreiten Killer-Elefanten

Buchen - Nach dem tödlichen Angriff eines ausgerissenen Zirkuselefanten auf einen Spaziergänger wirft der Zirkusdirektor Tierschützern vor, das Tier befreit zu haben.

Der Juniorchef des Zirkus Francordia, Mario Frank, hatte der "Bild"-Zeitung vom Montag gesagt, die Zeltplane sei nicht defekt gewesen. "Also kann man ausschließen, dass sich der Elefant selbst befreit hat. Er wurde also absichtlich befreit." Schuld seien alleine Tierschützer.

Dafür gab es zunächst jedoch keine Beweise. "Wir können nicht bestätigen, dass die Tierschützer die Täter sein könnten", sagte der Sprecher der Polizei in Heilbronn am Montag. Die Ermittlungen dazu liefen noch, sie richteten sich gegen Unbekannt. Es könnte auch Schlamperei gewesen sein. Der Polizei sei bekannt, dass sich der Zirkus und Tierschützer seit längerer Zeit im Streit befänden.

Das Tier namens "Benjamin", auch "Baby" genannt, war am Samstagmorgen in Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis ausgerissen und hatte einen 65-Jährigen angegriffen und mit seinen Stoßzähnen getötet. Der Mann war morgens gegen 05.00 Uhr aufgebrochen, um bei einem Spaziergang Pfandflaschen und Dosen einzusammeln. Die Leiche wurde rund 100 Meter von dem Zirkus entfernt gefunden. Die Betreiber entschieden, nach dem Vorfall zunächst keine weiteren Vorstellungen zu geben.

"Baby" seit Jahren verhaltensauffällig

Fraglich bleibt, warum „Baby“ in Rage geriet. Die Tierschutzorganisation Peta hatte dem Zirkus in der Vergangenheit mehrfach nichtartgerechte Haltung vorgeworfen. Das Tier habe schon mehrfach Menschen verletzt. Die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin sagte im Radiosender hr1, der Elefant habe schon länger unter Beobachtung gestanden. "Das Tier ist definitiv seit Jahren verhaltensauffällig, zeigt Verhaltensstörungen."

Der betroffene Zirkus habe aber unbehelligt von den Behörden durch die Lande fahren können. Ein aktuelles bayerisches Gutachten sei sogar zu dem Schluss gekommen, "dass das Tier in Ordnung ist, sagte Martin. Wir sind zu einem anderen Schluss gekommen". Sie habe aber selbst nicht handeln können, weil diejenige Veterinärbehörde zuständig sei, in deren Bereich der Zirkus auftrete.

Safaripark nimmt Elefant auf

Unterdessen wurde der Dickhäuter vom nordrhein-westfälischen Safaripark Stukenbrock aufgenommen. Die 34-jährige Elefantendame sei am Sonntag in Begleitung ihres bisherigen Besitzers in Schloß Holte-Stukenbrock nahe Bielefeld angekommen, sagte eine Sprecherin des Safariparks am Montag. Sie habe die Nacht sehr gut überstanden und bereits Kontakt zu drei weiteren Elefantendamen aufgenommen, die ebenfalls im Safaripark lebten. Man sei sehr zuversichtlich, dass sich die Elefantin in diese Gruppe integrieren werde.

AFP/dpa

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